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Friesenheim Schreibwaren Erb steht vor Umbruch

Inge Heitz will ihr Schreibwarengeschäft an der Friesenheimer Hauptstraße nach zehn Jahren aufgeben. Jemanden, der den Laden in ihrem Sinne weiterführt, sucht sie derzeit noch.

 

Friesenheim. Das Fachgeschäft ist dem Jahrzehnt unter der Führung Heitz’ zu einem kleinen Treffpunkt geworden. Vom kleinsten Ersatzteil für den Zirkel über Geschenkartikel, Zeitschriften, Zeitungen, Bücher, Grußkarten, Zigarren und Zigarretten sowie eine Totto-Lotto-Annahmestelle verfügt der Laden über eine reiche Angebotsfülle. Was sie nicht hat, kann sie besorgen, erklärt Heitz lächelnd.

So ist sie auch Ansprechpartnerin für alle Schulhefte, die für die Pennäler von großer Bedeutung sind. Auch wenn sie aufhören möchte, die Schüler und deren Eltern können aufatmen: "Nicht vor Beginn des neuen Schuljahrs" werde sie sich zurückziehen, sagt die 65-Jährige. Ihr Mann Hilmar Heitz – er steht seit zehn Jahren im Geschäft an ihrer Seite – ist bereits 72 Jahre alt. Weil nun beide im Rentenalter sind, kam es zu dem Entschluss, künftig etwas kürzer treten zu wollen. Das ist auch der Grund, weshalb sie in den einschlägigen Fachzeitschriften um eine Übernahme werben. "Ich hoffe natürlich auf einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin", sagt Inge Heitz.

Erklärtes Ziel ist, dass das Schreibwarengeschäft erhalten bleibt. Inge Heitz hofft auf eine gute Übernahme. Im Grunde sei die Lage fantastisch. "Dieses Drehkreuz von Banken, Brillen- und Schmuckgeschäft, Apotheke und Bäckerei ist ein eigenes Ortszentrum für sich", sagt die 65-Jährige. Viele Kunden schauten direkt nach dem Bankbesuch bei ihr vorbei oder umgekehrt. Weil einige Fachgeschäfte im Ried und Schwanau geschlossen hätten, zähle sie zu ihren Kunden auch Altenheimer, Nonnenweierer und Menschen aus Meißenheim. Die viel befahrene Hauptstraße mache es möglich. Außerdem verfüge der Laden über ausreichend Parkplätze im Hof.

Lotto-Spieler hat der Laden Glück gebracht

Heitz erfüllte sich vor zehn Jahren mit der Übernahme des Fachgeschäfts von Reinhard Erb einen Jugendtraum. Sie brachte frischen Wind und vor allem eine im Hochsommer wohltuende Klimaanlage ins Geschäft. Familiär ist die Atmosphäre seit eh und je in diesem besonderen Geschäft.

Und Diskretion wird bei der Lotto-Annahmestelle auch groß geschrieben. So habe sie auch schon einem Kunden zu seinem Sechser gratulieren können, ohne dass dies öffentlich bekannt wurde. Ihnen liege die Freundschaft und Nähe zu den Kunden ganz besonders am Herzen, sagt Inge Heitz. Deshalb hoffen sie auf einen Nachfolger, der das Geschäft in ihrem Sinne fortführt. Einige Interessenten für den Laden in zentraler Lage hätten sich schon vorgestellt. Konkret ist jedoch noch nichts.

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