Friesenheim Schluss mit dem Gestank

Die Dienstgartenstraße in Schuttern soll eine neue Kanalisation erhalten. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Die Anwohner der Dienstgartenstraße in Schuttern können ausatmen: Noch im Herbst soll die Kanalisation mit Wasseranschlüssen saniert werden. Insgesamt 420 000 Euro stehen dafür im Haushalt.

Schuttern. Es stinkt den Anwohnern wortwörtlich in der Dienstgartenstraße mit angrenzendem Abschnitt Ölgärtle, an manchen Tagen ganz gewaltig. Je nach Witterung entsteigen aus der Kanalisation unangenehme Gerüche, die auf eine dringende Sanierung der gesamten Kanalisation mit Wasseranschlüssen hinweisen. Übergangsweise ließ Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf immer wieder Spülungen in Auftrag geben. Aber auf Dauer reichte dies nicht aus. Mit diesem Zustand sollten sich auch die Anwohner nicht zufrieden geben.

Während in einigen Straßenabschnitten, wie in der Kruttenau ein Roboter Haarrisse oder Beschädigungen zu sanieren vermag, sei dieses Verfahren in der Dienstgartenstraße nicht ausreichend.

Ausschreibungen sollen im Juni beginnen, der Ausbau um September

"Die alten Rohre müssen raus und neue rein", brachte der Ortsvorsteher den Sachstand in der jüngsten Ortschaftsratsitzung auf den Punkt. Die Baumaßnahme ist mit 420 000 Euro kalkuliert (siehe Info). Die Gemeinde plane auch im Hinblick auf eine mögliche weitere Kabelverlegung, zusätzliche Leerrohre zu verlegen. Gehwege seien jedoch aufgrund der Straßenenge nicht möglich. Gehwege wie sie sich in den Mündungen der Straße befinden, werden künftig gepflastert. Bevor jedoch die ersten Bagger anrollen, würden die Anwohner über sämtliche Maßnahmen informiert werden. Alle Arbeiten werden bis zur Grundstücksgrenze der Eigentümer vorgenommen. Sollte der ein oder andere Hauseigentümer auf seinem Grundstück gesonderte Arbeiten oder Veränderungen wünschen, würden diese separat von der beauftragten Firma in Rechnung gestellt, so der Ortsvorsteher.

Die Ausschreibungen sollen im Juni beginnen, sodass frühstens im September mit dem Ausbau der Dienstgartenstraße begonnen werden kann. Ratsmitglied Siegfried Greiner (CDU) bezweifelt jedoch den Ausbau im September und mahnte an: "Aus Rücksicht auf die Anwohner ist ein sehr früher Ausbau notwendig."

Darüber hinaus stellte Guido Leberl (CDU) fest, dass in der tangierenden Herrenstraße ebenfalls in absehbarer Zeit für eine verkehrliche Entschärfung gesorgt sein wird: Der Lieferverkehr ins Gewerbegebiet Neumatt soll künftig über eine separate Straße westlich des Friedhofs abgeleitet werden. Außerdem dürfte demnächst in der Herrenstraße, das vom Ortschaftsrat in einigen Bereichen geforderte Parkverbot kommen. "Das Parkverbot ist von der Straßenbehörde genehmigt", teilte Kopf mit. Bis zur Ausführung brauche es noch etwas Geduld.

Die Sanierung der Dienstgartenstraße ist mit 420 000 Euro kalkuliert. 180 000 Euro entfallen auf die Kanalisation, 175 000 Euro sind für die neuen Wasserleitungen und weitere 65 000 für die Straße mit Asphaltierung eingeplant.

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