Friesenheim Premiere gelingt, aber nicht gänzlich ohne Fehler

Erich Huck (Euphonium, von links), Pfarrer Steffen Jelic (Tuba) und Bürgermeister Erik Weide (Tenorhorn) als Trio Foto: cbs Foto: Lahrer Zeitung

Friesenheim (cbs). Musik, die vor Dynamik nur so strotzte, Gesang, der die Seele wärmte, oder Stubenmusik, die Entspannung pur versprach – das wurde den Gästen beim Benefizkonzert im Georg-Schreiber-Haus geboten. Werner Kohler führte humorvoll mit Wissenswertem, aber auch knackigen Witzen und kleinen Kalauern durch das Programm.

Erich Huck, der am 18. März seinen 65. Geburtstag feierte, hatte die Idee zu dem Konzert. Der leidenschaftliche Musiker holte sich einen Teil jener Vereine ins Boot, die er schon seit einigen Jahren begleitete. "Einzige Ausnahme", wie Kohler bemerkte: "Die singenden Hausfrauen lassen ihn sicher nicht mitsingen und die Lahrer Stubenmusiker auch nicht mitspielen."

Dafür begleitete er den Musikverein Heiligenzell, der das Frühschoppenkonzert eröffnete. Darauf folgte der Fanfarenzug Oberschopfheim, der nach einer halben Stunde, den Platz mit dem Musikverein Offenburg tauschte. Und ganz zum Schluss rundete der Musikzug Friesenheim das Festprogramm ab. Zwischen den Reihen sorgten die Mitglieder des Vereins für Heimatpflege und Brauchtum für Frühlingsschmuck auf den Tischen und versorgten die Besucher mit Speisen und Getränken.

Aber Musik und die Erinnerung an den humorvollen und so beliebten Pfarrer Georg Schreiber waren stets präsent. Die Singenden Hausfrauen aus Friesenheim traten in prunkvollen Outfits auf. Die Stubenmusiker trugen mit ihrem Auftritt zur Entspannung und zum Zurücklehnen bei – untermalt von humorvollen Anekdoten aus der Feder von Gunther Lehmann.

Als absoluten Höhepunkt erwies sich der Auftritt des Bläsertrios Erich Huck (Euphonium), Bürgermeister Erik Weide (Tenorhorn) und Pfarrer Steffen Jelic (Tuba). Flugs war das Georg-Schreiber-Haus kurz vor 15 Uhr bis auf den letzten Platz besetzt. 15 Minuten später wurde das Trio mit Applaus belohnt.

Bürgermeister Erik Weide bemerkte nach den ersten Takten, dass die Noten irgendwie nicht stimmen konnten, während Pfarrer Steffen Jelic und Erich Huck einfach munter weiterspielten.

Also begann das Trio auf ein Neues. Das zweite Stück, ein kleiner Marsch, sollte da schon besser sitzen und die Zugabe folgen. Die Menge applaudierte und gab zu verstehen, davon hätten wir gern noch mehr gehört, weshalb das Bläsertrio mit dem Stück "Freude schöner Götterfunken" bravourös zum Schlussakkord blies. Die drei bescherten den Gästen eine so große Freude, dass eine Neuauflage des Benefizkonzerts zugunsten des Georg-Schreiber-Hauses im kommenden Jahr wohl wieder stattfindet.

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