Friesenheim Platzproblem bleibt vorerst bestehen

Abteilungskommandant Jan Mieth (links) und Dennis Möller, Stellvertretender Abteilungskommandant (rechts), ehrten Franz Silberer für 70 Jahre Treue zur Feuerwehr-Abteilung Schuttern. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Die Feuerwehr-Abteilung Schuttern hat das vergangene Jahr in den Berichten als ein "recht normales Feuerwehrjahr" attestiert. Hervorgehoben wurde immer wieder die gute Zusammenarbeit mit der Abteilung Friesenheim.

Schuttern. Insg esamt 16 Einsätze und die Begleitung und Absicherung von Veranstaltungen hielten die Mannschaft von Schuttern mit 21 Mitgliedern im vergangenen Jahr in Atem. "Ein recht normales Feuerwehrjahr", wurde das Jahr 2019 in den verschiedenen Berichten bei der Hauptversammlung betitelt. Hervorgehoben wurde immer wieder die gute Zusammenarbeit mit der Abteilung Friesenheim. "Wir sind auf einem sehr guten Weg", sagte Abteilungskommandant Jan Mieth.  Platzproblem: Dass sich die Feuerwehr-Abteilung seit elf Jahren als Bittsteller um die Neubeschaffung von neuen Stühlen und Tischen sieht, sei nicht mehr hinnehmbar. Noch weniger vertretbar sei das Platzproblem. Platz sei dringend notwendig und ebenfalls seit Jahren ein Thema, das in Friesenheim kaum Gehör finde. Eine Planungsrate für eine Erweiterung wurde aus dem Haushalt gestrichen. Die Enttäuschung sitzt bei Abteilungskommandant Jan Mieth tief. Die Abteilung benötige dringend Raum, damit Quereinsteiger und Neumitglieder auf einen eigenen Spind zurückgreifen könnten. Fast schon Erleichterung herrscht, wenn Kameraden zu den Alterskameraden wechseln und so ihren Platz einem Neuen freimachen. Weitere Spinde müssten sonst im Versammlungsraum aufgestellt werden. Die Gesamtwehr greife zwar auf einen Topf von 50 000 Euro zurück. Dieser Betrag sei jedoch an das Feuerwehrgeschäft gebunden und ließe sich weder als Planungsrate in Höhe von 5000 Euro noch für neue Tische und Stühle abrufen. Geduld und Versprechen: Schutterns Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf hörte die Enttäuschung sehr wohl, warb jedoch um Geduld. "Die aktuelle Haushaltslage lässt kaum Freiräume", sagte er in der Hauptversammlung. Dass die Kameraden mittlerweile mit Biertischgarnituren vorlieb nehmen müssten, müsse Gegenstand der nächsten Haushaltsberatungen werden. Im Jahr 2020 erhielt eine Planungsrate für das Feuerwehrhaus in Friesenheim den Vorzug, weil dort die Jugendfeuerwehr mit einem extremen Platzproblem belastet sei. Kopf versprach, sich für seine Abteilung einzusetzen. "Es ist immer ein blödes Gefühl, wenn wir hier vor Ihnen stehen und wissen, wo der Schuh drückt", erklärte die Stellvertreterin des Bürgermeisters Charlotte Schubnell. Sie versprach in der nächsten Haushaltsberatung an die Tische und Stühle für Schuttern zu denken.   Lob für Kooperation: Gesamtwehr-Kommandant Thomas Manach warb ebenfalls um Geduld und lobte die sehr gelungene Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen Friesenheim und Schuttern. Gemeinsame Proben bereicherten die Gesamtwehr. Diese Form der Kooperation soll sich in den kommenden Monaten auf alle Abteilungen übertragen. "Die Feuerwehr steht vor großen Herausforderungen, die es gilt, in unterschiedlichen Themen gemeinsam anzugehen", erklärte Kommandant Manach. Von der Kreisfeuerwehr wird ein neues Alarmierungswesen für Januar 2021 in Aussicht gestellt. Grundsätzlich zeigte sich Manach zufrieden mit der finanziellen Seite der Feuerwehr. Mit einem Dankeschön für die gute Zusammenarbeit kam Thorsten Silbermann, Vorsitzender der DLRG Friesenheim-Schuttern. Vorschau: Alle zwei Monate treffen sich alle Angehörigen der Feuerwehr zum Stammtisch im Feuerwehrhaus. Darüber hinaus ist am 8. August eine große Schauübung an der Klosterkirche geplant. Zum Oktoberfest wird am 12. September eingeladen.

Die Abteilung Schuttern ehrte Franz Silberer für seine 70-jährige Treue zur Feuerwehr. Weitere Ehrungen erhielten Reimund Lippmann für 30 Jahre sowie Manuel Fischer und Florian Mussler für 20 Jahre.

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