Friesenheim Ortsbegehung: Kindergarten im Bima-Gebäude?

Auf dem Bima-Gelände in Oberschopfheim soll nach dem Wunsch der Freien Wähler ein Kindergarten in kommunaler Trägerschaft entstehen. Foto: Bohnert-Seidel

Oberschopfheim - Es kommt Leben in die Diskussion um die Kindergärten der Großgemeinde Friesenheim. Die Freien Wähler fordern für Oberschopfheim in einem Antrag an Bürgermeister Erik Weide die Umnutzung des alten Bundeswehrgebäudes zu einem Kindergarten.

Von den Plänen und Gedanken der Freien Wähler Oberschopfheim unterrichteten die Mitglieder bei einer Ortsbegehung am Freitagabend. Für Gemeinde- und Ortschaftsrat Martin Mußler liegen die Gründe klar auf der Hand: "Der Kindergarten St. Elisabeth muss saniert werden und benötigt zur Erweiterung einen Anbau. Das ist unwirtschaftlich, da sich die Kirchengemeinde nicht beteiligen will." Im Raum stünden Investitionen in Höhe von zwei Millionen Euro, die für die Gemeinde eine erheblich Summe für ein Gebäude darstellen, das ihr noch nicht einmal gehöre.

Ohne einen Anbau wäre der notwendige Bedarf von zwei fehlenden Kindergartengruppen nicht möglich, führte Mußler in seinem Antrag an Bürgermeister Erik Weide aus. Sinnvoller wäre vielmehr in einen Neubau auf dem BIMA-Gelände zu investieren. Damit wäre nicht nur eine zentrale Lage erreicht. Ob es sinnvoller wäre, eine Einrichtung im Untergeschoss des Bima-Gebäudes einzurichten oder neu auf dem großen Gelände zu bauen, soll im Gemeinderat beraten werden. Mußler brachte ein erstes Statement aus einem Gespräch mit Bürgermeister Weide mit: "Der Bürgermeister bestätigte, mit dieser Lösung könnte er leben." Es gehe nicht um einen dritten Kindergarten, sondern um einen Ersatz für den St.-Elisabeth-Kindergarten. "Die Kirche will sich ohnehin nicht an den Kosten beteiligen", so Mußler.

Wenn die Betriebskosten für die Kindergärten ohnehin in naher Zukunft vollständig von der Kommune getragen werden müssten, läge ein kommunaler Kindergarten auf der Hand. Inwiefern die Kirche ihren Kindergarten künftig nutze, sei dahingestellt. "Einen Kindergarten in ein Gelände zu setzen für sozialen Wohnungsbau halte ich für blauäugig", gab Bruno Schaubrenner zu bedenken. Außerdem spreche für den Kindergarten in der Schulstraße die ruhige Verkehrslage. Wenn ein Kindergarten auf dem Bima-Gelände, dann im Neubau auf dem Gelände, abgelegen von der Straße.

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