Friesenheim Oberweier startet die Mission Klassenerhalt

Der TC Oberweier geht mit dem Lahrer Adrian Obert in die neue Saison der 2. Bundesliga.Foto: Archiv Foto: Lahrer Zeitung

Zweite Bundesliga Süd, Herren: TC BW Oberweier - TV Reutlingen (Sonntag, 11 Uhr). Mit großem Enthusiasmus blicken die Oberweierer dem Saisonauftakt entgegen. Die Ortenauer wollen sich ein weiteres Mal in Deutschlands zweithöchster Tennis-Spielklasse halten. Eine ebenso spannende wie aufregende Aufgabe, denn "qualitativ steht die Liga der Klasse von vor zwei Jahren in nichts nach", ist Trainer Oliver Killeweit überzeugt.

Oberweier ist in seinen drei Jahren als Zweitligist als Außenseiter ins Rennen gegangen, daran wird sich auch diesmal nichts ändern. Mit einem Finanzrahmen, der in etwa einem guten Mittelklasse-Neuwagen ohne Extras entspricht, ziert Oberweier im Ligavergleich den letzten Platz. Die Topteams können in etwa doppelt so viel investieren. Angestrebtes Oberweierer Ziel ist auch deshalb natürlich wieder der Klassenerhalt.

Im Verein wurde in den vergangenen Monaten einiges dafür geleistet, um das Areal an der heimischen Palmengasse infrastrukturell für das Abenteuer weiter zu optimieren. So wurde die bisherige Naturtribüne am Hang baulich stabilisiert und professionell auf einen völlig neuen Stand gebracht. Rund 45 000 Euro wurden investiert. Theoretisch bis zu 800 Zuschauer könnten die Oberweierer Heimspiele ab sofort besuchen – in Corona-Zeiten und damit einhergehender Abstandsregelungen werden es freilich nicht mehr als 300 sein. Dabei wird von den Tennis-Interessierten nur ein moderates Eintrittsgeld verlangt. Nichtmitglieder zahlen sieben, TC-Mitglieder vier Euro.

Davis-Cup-Crack Sandro Ehrat im Kader

In den vergangenen zwei Jahren hat sich personell im Kader die eine oder andere Änderung ergeben. Aufgeboten werden Davis-Cup-Crack Sandro Ehrat (Schweiz), Adrian Obert (Lahr) und Paul Wörner (Oberkirch). Die Liste setzt sich fort mit Franco Emanuel Egea (Argentinien), Maxime Mora (Frankreich) und Simone Roncalli (Italien). Abrundend bilden Altmeister Andrej Kracman (Slowenien), Bastian Bross (Elzach) und Kapitän Philipp Bauer (Offenburg) ein in Oberweier seit Jahren bewährtes Trio.

Ohne auf jeden einzelnen Spieler einzugehen, schätzt Trainer Killeweit die Situation im Ligen-Vergleich so ein: "Ganz nüchtern betrachtet, könnten wir auf den vorderen Positionen vielleicht etwas schwächer geworden sein. Dafür schätze ich uns mittig und hinten sogar etwas stärker ein. Was diese Ausgangslage auf die Liga bezogen bedeutet, müssen die ersten Spiele zeigen." Zum Kreis der Favoriten für Meistertitel und Aufstieg zählt Oberweiers Coach beispielsweise Ludwigshafen und Wolfsberg Pforzheim.

Für den Heimauftakt gegen den TV Reutlingen erhofft man sich eine offene Partie. "Nicht nur aus Zuschauersicht würden wir uns wünschen, dass die Begegnung erst in den Doppeln entschieden würde", so Killeweit. Gesprochen wurde intern natürlich auch über die Konstellation eines möglichen Abstiegs in die Regionalliga. Aber es liegt noch mindestens eine Zweitliga-Saison vor einer Vertiefung solcher Gedankenspiele.

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