Friesenheim Narren sind sich einig: "Keine Fasent ist keine Lösung"

Traditionelle Veranstaltungen wie das Narrenbaumstellen wird es 2021 nicht geben – dafür aber Alternativen. Foto: Archivfoto: cbs

Friesenheim - Die Pandemie gibt die Marschrichtung für die Fastnacht 2021 vor. Auf die Narretei in Gänze zu verzichten, will aber keine Zunft. In den eigenen vier Wänden wird über Video-Konferenzen gearbeitet.

In Oberschopfheim wurde bereits das Häs-Abstauben über eine Video-Konferenz zelebriert. 60 Mitglieder waren zugeschaltet und haben sich gemeinsam auf die Fastnacht eingestimmt. Im Schulterschluss mit der Ortsverwaltung wird nun die gesamte Bevölkerung auf den ersten Oberschopfheimer Fasentsschmuckwettbewerb eingeschworen.

"Mit der Teilnahme an unserem Wettbewerb können die Oberschopfheimer zu einem Stück sichtbarer Fastnacht in Oberschopfheim beitragen", erklärt Sabrina Hauser, Vorsitzende der Narrenzunft Stänglihocker.

Kinder basteln Fastnachtsdekoration

In Oberschopfheim soll der Weihnachtsbaum auf dem Rathausplatz stehen bleiben. Bekanntlich wird dieser von den Kindern im Ort geschmückt. Aber auch in den Ortsteilen wie in Heiligenzell sind die Kinder von Grundschule und Kindergarten zum Basteln von Fastnachtsschmuck eingeladen.

Wer sich beteiligen möchte, bringe seinen Fasentsschmuck bei der Vorsitzenden Edith Schaub in der Straße "Im Zirkel 2" vorbei und wirft seinen Schmuck in den Briefkasten oder legt ihn vor die Tür. Dies sei bis zum 31. Januar noch möglich.

Narrenbaum in Schuttern wird gestellt

Mehrheitlich verzichten die Zünfte aber auf das Aufhängen von Fähnchen entlang der Straße. "Das ist uns leider vom Landratsamt nicht gestattet", sagt Christine Sturm von der Friesenheimer Fasentszunft. Hinweise auf die Fastnacht in Friesenheim sollen dennoch an den Ortseingängen folgen.

Auf jeden Fall wird die Zunftstube in der Alten Post in Friesenheim bunt geschmückt und mit Fähnchen gesäumt. "Für den Schmutzigen Donnerstag hat die Fasentszunft auch eine Planung im Kopf. Daraus wird sich leider erst Ende Januar ein genaues Bild gestalten lassen", so Sturm.

Auch die "Krabben" in Oberweier, die Narrenzunft Kruttstumpe in Schuttern und die Feuerhexen in Heiligenzell halten sich noch bedeckt.

Jury zieht am Fasentsmontag durchs Dorf

Nicht verzichten sollen die Schutterner auf ihren Narrenbaum. "Den werden wir stellen", betont Harald Ruder vom Vorstand. Wie sich die Zunft im Dorf weiter zeigen wird, hänge von den Corona-Verordnungen ab, so Ruder. Auch in Heiligenzell bleibt der Baum stehen.

Wer sich am Fasentsschmuckwettbewerb beteiligen möchte, sollte sich bis zum 31. Januar per E-Mail unter nzo@staenglihocker.de anmelden. Eine Jury zieht dann vom schmutzigen Donnerstag bis Fasentsmontag durchs Dorf und bewertet die Dekorationen.

  • Bewertung
    1