Friesenheim Mit zwei Teppichmessern Angestellte verletzt

Friesenheim/Offenburg (red/pme). Versuchte schwere räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung sowie räuberischer Diebstahl: Darum geht es ab Mittwoch, 12. September, vor der zweiten großen Strafkammer des Landgerichts Offenburg. Angeklagt ist ein 25 Jahre alter Mann.

 

Dem gebürtigen Rumänen wird laut Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Offenburg vorgeworfen, im vergangenen April zwei Angestellte eines Supermarkts in Friesenheim mit zwei Teppichmessern bedroht zu haben, um sie zum Öffnen des Tresors, in dem mehr als 10 000 Euro gelegen haben sollen, zu zwingen. Zuvor soll er sich in einem Büroraum versteckt haben. Eine Angestellte habe daraufhin versucht, den jetzt Angeklagten zu entwaffnen, "woraufhin er ihr eine Schnittverletzung am Arm beigebracht habe". Den anderen Angestellten soll er in Wange und Oberlippe geschnitten haben, als dieser versucht habe, ihn aus dem Büro zu drängen. Aufgrund der Gegenwehr der Angestellten sei der gebürtige Rumäne geflüchtet. "Eine weitere Angestellte, die sich ihm in den Weg habe stellen wollen, habe er mit einer Schlagbewegung eingeschüchtert und vertrieben."

Am gleichen Tag soll er in ein Privatanwesen in Friesenheim eingedrungen sein, wo er einen Aktenkoffer, Medaillen, Schmuck und weitere Wertgegenstände entwendet habe. Als ihn der Eigentümer ertappt habe, soll er ihn mit einem spitzen Gegenstand bedroht haben. Anschließend sei der Angeklagte über den Dachboden geflüchtet.

Der Angeklagte, der in Rumänien wegen Eigentumsdelikten einschlägig vorbestraft ist, habe, so die Staatsanwaltschaft, den Diebstahl zugegeben. Doch "er bestreitet die Tat in dem Supermarkt in Friesenheim".

Die Hauptverhandlung ist auf drei Prozesstage angelegt. In ihr sei auch zu klären, ob der Angeklagte zum Zeitpunkt der ihm vorgeworfenen Taten unter dem Einfluss von Alkohol und Kokain gestanden habe.

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