Umbau in den kommenden Jahren Mehr Personal für Kläranlage

Der Abwasserverband Friesenheim war sich einig, die Personalstellen werden aufgestockt. Foto: Bohnert-Seidel

Verwaltung: Abwasserverband stimmt für drei neue Stellen

Friesenheim/Meißenheim - In den kommenden zehn bis 15 Jahren wird die Kläranlage im Abwasserverband Friesenheim umgebaut.

Investitionen von 15 bis 20 Millionen Euro sind in den Raum gestellt. "Das lässt sich nicht weiter im Ehrenamt nebenher erledigen", sagt Bauamtsleiter Markus Reinbold als Verbandsingenieur. Der Betrieb der Kläranlage sei eine Daueraufgabe. Bei den Verbandsmitgliedern hat Reinbold um die Personalaufstockung geworben. Einstimmig hat der Verband der Schaffung einer Stelle "Ingenieur Abwasserverband", einer Stelle "Fachkraft für Abwassertechnik" sowie einer Teilstelle für eine Reinigungskraft zugestimmt.

Bislang hat Reinbold als Verbandsingenieur sämtliche Arbeiten im Ehrenamt erbracht. Ein abgeschlossenes Personalgutachten geht davon aus, dass über die Dauer des Ausbaus der Kläranlage ein Personalbedarf von einer Vollzeitstelle entstehe. Eine Befristung der Stelle komme nicht in Frage, weil von einer Dauer des Ausbau der Kläranlage von mindestens zehn Jahre auszugehen sei. Auch die Kläranlage in Meißenheim müsse ausgebaut werden. Hierfür ließen sich über einen Personalpool aus Friesenheim freie Ingenieurskapazitäten anbieten.

Kooperation mit dem Abwasserverband Friesenheim

Die Gemeinde Meißenheim beabsichtigt die Kooperation mit dem Abwasserverband Friesenheim zu vertiefen. Für beide Anlagen ließe sich auf einen Fachkräftepool aus Friesenheim zurückzugreifen, erläuterte Verbandsvorsitzender und Bürgermeister Erik Weide. Das mache für beide Gemeinden Sinn. Wenn die Mitarbeiter der Kläranlage in Meißenheim in absehbarer Zeit in Rente gegangen sind, soll künftig Personal des Abwasserverbands Friesenheim die Kläranlage in Meißenheim betreuen. Die Personalkosten hierfür werden der Gemeinde Meißenheim in Rechnung gestellt. Eine Fusion beider Anlagen sei zum heutigen Zeitpunkt nicht in Sicht. Die interkommunale Zusammenarbeit finde ihre Weg jetzt erst einmal über die Unterstützung aus Friesenheim in Meißenheim eine angehende Praxis.

Für die Vollzeitstelle "Ingenieur Abwasserverband" fallen jährliche Personalkosten in Höhe von 73.000 Euro an. Die Fachkraft für Abwassertechnik schlägt mit 51.000 Euro pro Jahr zu Buche und die Reinigungskraft in Teilzeitstelle würde 7.000 Euro jährlich kosten. Bisher war diese Stelle über einen externen Anbieter besetzt

  • Bewertung
    0