Friesenheim Maskenbasteln mit den Feuerhexen

Stolz zeigen einige der Teilnehmer des Ferienprogramms ihre selbstgestalteten Masken. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Schwarzwälder Bote

Friesenheim - Selbstbemalte Masken aus Karton verschönern jetzt die Zimmer einiger Friesenheimer Kinder. 19 Teilnehmer waren zum ersten Ferienprogramm mit den Feuerhexen aus Heiligenzell angemeldet – sowohl für Kinder und Veranstalter ein Riesen-Spaß. 

Viel Jubel und lautes Kinder-Lachen

Dass die Teilnehmer Freude hatten, machte der Lärmpegel deutlich: da wurde gejubelt und gelacht und auch mal getobt. Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren haben sich am Basteln von Fastnachtsmasken versucht. "Wir gestalten und bemalen Fastnachtsmasken aus Pappmaché", lautete der Programmpunkt – eigentlich. Jedoch: "Das mit dem Pappmaché haben wir schnell bleiben lassen, nachdem es bei uns nicht gelungen ist", erklärt Edith Schaub, Vorsitzende der Feuerhexen, gegenüber der Lahrer Zeitung. Zu lange hätte die Trocknung gedauert. Kinder wollten bekanntlich schnelle Ergebnisse. Außerdem sollte den Kindern genauso viel Zeit zum Essen und Spielen geschenkt werden, wie für die kreativen Stunden.

Ein grünes Klassenzimmer 

Reichlich Platz dafür gab es auch. Den Schülern standen der große Schulhof und der daran angegliederte Spielplatz zur Verfügung. Unter Ahornbäumen oder unter den Obstbäumen der angrenzenden Streuobstwiese blieb ausreichend schattiger Freiraum. Pragmatisch haben die Feuerhexen jedem Kind aus den Klassenzimmern Schultische unter die Bäume gestellt. "Ein wirklich grünes Klassenzimmer", wurde unter den Erwachsenen festgestellt. Außerdem musste niemand für ausreichend Schatten sorgen, den schenkten schließlich die zwischen 30 und 40 Jahre alten Baumriesen.

Nachdem die Kinder ihre Masken aufgesetzt hatten, war immer noch erkennbar, ob ein Mädchen oder ein Junge darunter steckte. Die Jungs liebten eher die mystisch, dunkle Variante und Mädchen übernahmen Blumenmuster als Motive oder Farbtöne in Pastell. Als Anschauungsobjekt diente die Maske der Feuerhexen.

Edith Schaub stellte diese den Kindern vor und betonte: "Darunter stecken Menschen so wie ich."

Larve dient als Gestaltungsbeispiel

Das kam an: "So schlimm sieht die Hexenmaske eigentlich gar nicht aus", stellte eine kleine Mädchengruppe fest. Trotzdem legten die Schülerinnen noch nach: "Aber es gibt auch ganz schlimme Masken." Dem hatte auch Edith Schaub nichts entgegenzusetzen, außer zu bekennen: "Es gibt auch Masken vor denen habe selbst ich Angst."

Die Kinder, die am Ferienprogramm teilgenommen haben, haben sich vorgenommen, nun in Zukunft den Feuerhexen von Heiligenzell in der Fastnachtszeit besonders kräftig zuzuwinken. Am Ende ging jedes Kind mit einer selbst gebastelten Maske und einer Trinkflasche für den Rucksack nach Hause.

  • Bewertung
    0