Friesenheim Konsequenzen für Falschparker

"Parken nur für Feuerwehr" heißt es auf einem Schild vor dem Gebäude der Feuerwehr-Abteilung Schuttern. Daran halten sich aber nur die wenigsten.Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Schuttern (cbs). Der Parkplatzmangel auf der Fläche der Vereinsgemeinschaft soll in naher Zukunft der Vergangenheit angehören. Angebracht werden sollen Schilder, die ausschließlich das Parken für Vereinsangehörige und deren Gäste erlauben.

Befinden sich zwei Vereine im Haus und die Feuerwehr ist im Einsatz, ist selbst das riesige Gelände für die Menge an Fahrzeugen zu klein. Außerdem gehören meist nicht alle abgestellten Fahrzeuge Vereinsmitgliedern. Über die Gemeinde Friesenheim habe eine Halterfeststellung der parkenden Fahrzeuge ergeben, dass einige nicht in Verbindung mit den Vereinen stünden, teilte Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf in der Ratssitzung mit. Der Parkplatz sei jedoch nur Nutzern des Vereinshauses sowie Mitgliedern der Feuerwehr Schuttern gedacht.

Feuerwehrmitglieder müssen vor Einsatz nach Parkplatz suchen

Damit dies in Zukunft eindeutig ist, werden demnächst entsprechende Hinweisschilder aufgestellt. Deutlich gemacht werden soll auch der Hinweis "widerrechtlich parkende Fahrzeuge werden abgeschleppt." Strafzettel dürften ebenfalls für Abhilfe sorgen.

"Wenn das mal nicht schief geht", warf Marco Lippmann, (CDU) ein. Er sprach auch in seiner Eigenschaft als aktives Mitglied der Feuerwehr-Abteilung Schuttern. Seit 2019 habe die Feuerwehr Halte- und Parkverbotsschilder "riesengroß" angebracht. Parken ist nur den aktiven Feuerwehrangehörigen gestattet. Müssen Feuerwehrangehörige wegen Parkplatzmangels erst noch auf Parkplatzsuche in den Nebenstraßen gehen, führe das zu unnötig viel Zeitverlust und zu Stress.

Jetzt hat er gegenüber dem Ortschaftsrat Bilanz gezogen: "Es hängen zwar die Schilder an der Wand, aber Strafzettel können wir trotzdem nicht verteilen lassen." Damit betont er im Namen der Feuerwehr ein "haarsträubendes Ergebnis". Von unberechtigten Parkern hätten die Mitglieder der Feuerwehr zwar schon Bilder gemacht und an die Verkehrsbehörde verschickt, aber eine Konsequenz wurde daraus nicht ersichtlich. "Weil wir als Gemeinde das Schild selbst aufgehängt haben, dieses nicht in der entsprechenden Höhe hängt, gibt es keine Strafzettel", bilanzierte Lippmann frustriert. Zur Vorsicht mahnte auch Guido Leberl (CDU) gegenüber dem Gelände am Vereinsheim. "Nicht, dass wir noch als Gemeinde verklagt werden, wenn wir abschleppen lassen", so Leberl. "So ein Quatsch", sagte Kopf. Er versprach eine Regelung, die die Daseinsberechtigung und Folge von Konsequenzen bei Zuwiderhandlung, sowohl vor dem Gebäude der Feuerwehr als auch auf der Fläche des Vereinsheims "hieb- und stichfest klären wird".

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