Friesenheim Konrektor geht in den Ruhestand

Konrektor Rolf Armbruster geht mit Ende des Schuljahres in den Ruhestand. Foto: Bohnert-Seidel

Friesenheim - Nach diesem Schuljahr ist Schluss für Rolf Armbruster. Nach 40 Jahren packt der Konrektor des Friesenheimer Bildungszentrums all seine Erinnerungen und Erlebnisse mit Tausenden von Schülern ein und geht in Pension.

Traumberuf war schon immer Lehrer 

40 Jahre Realschule Friesenheim – nie waren ihm die Schüler oder die Schule an sich zu viel. Immer schon wollte er Lehrer sein. Aus diesem Grund war die Ambition auf einen Schulleitungsposten auch nie sehr groß. Trotzdem hat er Jahrzehnte für die Schule in der Verantwortung gestanden und weitere gut 20 Jahre war er Konrektor.

In dieser Funktion hat der Mathematiker und Chemiker genau das getan, was eine sehr große Leidenschaft von ihm ist: Unterrichten. Heute würde er sofort wieder den Beruf des Lehrers wählen.

Student der Mathematik und Chemie in Freiburg

Studiert hat der gebürtige Oberschopfheimer an der Freiburger Universität die Fächer Mathematik und Chemie. Dem Ruf des damaligen Friesenheimer Rektors Joachim Krämer 1980 ist Armbruster im Anschluss an das Studium sehr gern gefolgt. Sohn Sascha wurde in Friesenheim eingeschult und hat an der Realschule angefangen.

Armbruster hat die gesamte Entwicklung der Schule bis zur offenen Ganztagsschule miterlebt und begleitet. Es huscht ihm auch etwas Kritik an der Bildungspolitik über die Lippen. "Im Grunde haben wir aus einem Nichts eine Ganztagsschule machen müssen", sagt Armbruster, "und das wirklich Beste geschaffen." Gesellschaftlich gesehen, komme man um die Ganztagsschule nicht umhin, aber die Voraussetzungen müssten sich mehr hin zum Lebensalltag entwickeln. Mehr Personal, nicht nur Lehrer, seien gefordert. Armbruster nennt Psychologen, Sozialarbeiter und Erzieher. Lehrer übernähmen heute mehr denn je erzieherische Funktionen. "Kinder brauchen Vorbilder und Leitlinien", sagt der 64-Jährige.

Für die Belange der Schüler spricht er sich mit Fürsorge und Respekt aus: "Die Gesellschaft ist komplizierter geworden. Viele Kinder werden schon früh mit zu vielen Problemen, vor allem familiärer Art, konfrontiert."

Jahrzehntelang war er im Vorstand des SV Oberschopfheim

Umso wichtiger sei die Schule als Strukturgeber, als Ort der Entwicklung, der persönlichen Reifung. In dieser Frage hat er stets mitgemischt, der leidenschaftliche Fußballer, der Teamplayer, der eigentlich nie Tore schießen wollte. Als Libero und Mittelfeldspieler habe er lieber das Feld von hinten aufgeräumt. In der jahrzehntelangen Verantwortung im Vorstand des Sportvereins Oberschopfheim sorgte er für reibungslose Übergänge und ein positives Wachstum im Verein. Zurück zur Schule: "Die wird mir schon etwas fehlen", sagt Armbruster.

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