Friesenheim Hauptversammlung: Jan Mieth ist neuer Kommandant

Jan Mieth (von links) ist neuer Abteilungskommandant in Schuttern, Marco Lippmann gratuliert seinem Nachfolger. Dennis Möller ist neuer stellvertretender Abteilungskommandant. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Schuttern - Großem Dank ist in der Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung Schuttern dem langjährigen Abteilungskommandanten Marco Lippmann ausgesprochen worden. Er hat sich nach zehn Jahren aus der Führungsposition verabschiedet.

Marco Lippmanns bisheriger Stellvertreter Jan Mieth wurde im Rahmen der Hauptversammlung zum neuen Abteilungskommandanten gewählt. Dennis Möller ist neuer stellvertretender Abteilungskommandant. Gleich zu Beginn seiner Ansprache warb Jan Mieth um interkommunale Zusammenarbeit mit Meißenheim/Kürzell sowie Schutterzell.

Im Jahresbericht des Schriftführers Roland Mieth wurde die Stundenzahl und Einsatzleistung vorgestellt: 1350 Stunden reiner Feuerwehrdienst im Jahr 2018 – auf freiwilliger Basis mit 18 aktiven Einsatzkräften, Einsätze für Feste und Feiern nicht mitgerechnet.

Großer Ärger über Brandmeldeanlage in Gemeinschaftsunterkunft

Absolute Verlässlichkeit, Präsenz und Kameradschaft zeichne die Schutterner Abteilung aus. Die Abteilung sei Tag und Nacht verfügbar, unterstütze auch das Gemeindeleben mit ihren Absperrdiensten oder bei Festen und Feiern. "Mit gutem Gewissen kann ich sagen, in Schuttern ist so weit alles in Ordnung", erklärte Marco Lippmann in seinem Abschlussbericht. Lediglich der Probenbesuch dürfte etwas besser sein.

Als "absolutes Unding" bezeichnete Lippmann die Brandmeldeanlage in der Gemeinschaftsunterkunft am Bahnhof. Hier habe der Betreiber Geld gespart und 13 Einsatzfahrzeuge über Feuerwehren, Polizei und Rettungskräfte werden bei jedem Einsatz gerufen, weil ab und zu ein Hühnchen anbrenne und in der Küche der Unterkunft ein billiger Rauchmelder angebracht worden sei. "Da werden bei jedem Einsatz 30 Mann beschäftigt, weil der Betreiber sich Geld spart und bislang niemand etwas dagegen macht", so Lippmann. Dass die Feuerwehr immer wieder ausgedientes Mobiliar, wie jüngst alte Stühle aus der Auberghalle hingestellt bekomme, sei mehr als enttäuschend. Wenig Verständnis zeigten Lippmann und Mieth für die Platzenge im Feuerwehrgerätehaus. Eine Planungsrate, die Möglichkeiten eines Anbaus durchgespielt hätte, wurde für den Haushalt 2019 gestrichen. "Aber die Feuerwehr fährt weiter zu sinnlosen Einsätzen und schreddert das Ehrenamt", so Lippmann. Mag der Einsatz noch so sinnlos sein, fahre die Feuerwehr dennoch hin. Die Bewohner selbst könnten nichts dafür.

Gezielte Mitgliederwerbung ist notwendig

Dank galt Raimund Lippmann und Roland Mieth, die beide in die Altersabteilung wechselten. Gezielte Mitgliederwerbung tue Not, bestätigte Jan Mieth. Größtes Anliegen sei die Sicherheit der Bevölkerung im Ernstfall zu garantieren. Die Abschaffung der Wehrpflicht bezeichnete Mieth als "dümmsten und unüberlegten Schritt der Politik". Hilfsdienste bluteten aus, weil ihnen die Freiwilligen fehlten.

Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf dankte seiner Einsatzabteilung und versicherte ein Gespräch zwischen Landratsamt und Gemeindeverwaltung hinsichtlich der Brandmeldeanlage an der Gemeinschaftsunterkunft. Die Planungsrate für den Anbau ans Gerätehaus sei in die Prioritätenliste für den kommenden Haushalt aufgenommen. Kopf warb um Geduld für die kommenden zwei bis drei Jahre. Kommandant Graupe betonte die hohe Notwendigkeit der interkommunalen Zusammenarbeit auch mit Lahr und dem künftigen neuen Feuerwehrhaus auf dem Flugplatzgelände. Zur Einrichtung der Feuerwehr sieht Graupe die Gemeinde in der Pflicht.

Bei den Neuwahlen wurde Jan Mieth zum Abteilungskommandant gewählt, Dennis Möller ist sein Stellvertreter. Den Abteilungsausschuss bilden Manuel Müller, Dennis Möller, Florian Mussler, Axel Mussler, Jürgen Möller, Manuel Himmelsbach, Luisa Ell und Stefan Geiger.

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