Friesenheim Jahrgangsgemischte Klassen im Fokus

Die Kinder der Grundschule in Schuttern feierten ihr Schulfest. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Mit einem Sommerfest wurden die Kinder der Grundschule Schuttern verabschiedet. Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf, der die Kinder besucht hatte, zweifelt daran, dass künftig das System der gemischten Schulklassen Bestand haben kann.

Schuttern. Mit einem Sommerfest an der Grundschule Schuttern wurden die Kinder verabschiedet. Dabei wurde der Dank der Eltern gegenüber den Lehrerinnen, die ihre Kinder über das vergangene Schuljahr begleitet haben, deutlich. Mit den Viertklässlern gehen 13 Kinder aus der jahrgangsgemischten Klasse 3 und 4. Damit verbleiben sieben Drittklässler, die in die Vierte wechseln und von der zweiten Klasse rutschen 17 Kinder in die dritte Klasse. Damit entsteht eine jahrgangsgemischte Klasse von 24 Kindern.

Kinderzuwachs macht sich nicht nur im Kindergarten bemerkbar. Vollbelegung gilt mittlerweile auch für die Grundschule. Im kommenden Jahr darf mit 19 neuen Schulkindern gerechnet werden. Bei verbleibenden neun Kindern in der zweiten Klasse, dürfte in Schuttern der Klassenteiler erreicht sein. Als zum Schuljahr 2012/2013 eine rückläufige Kinderzahl gemeldet wurde, übernahm die Grundschule das Modell der Jahrgangsmischung ab der ersten und zweiten Klasse.

Im kommenden Schuljahr wird mit 19 neuen Kindern gerechnet

Die Zahlen änderten sich jedoch auch in Schuttern. "Da müsste eine Teilung drin sein", sagte Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf gegenüber der Lahrer Zeitung. Feste der Grundschule gehören zu seinen beliebten Terminen, zumal die Grundschule sich seit vielen Jahren sehr engagiert in der Partnerschaft zu Herbsheim zeige. "Die Entwicklung unserer Kinder ist mir sehr wichtig", so Kopf. Der jahrgangsgemischte Unterricht mag über viele Jahre in Schuttern seine Berechtigung gehabt haben. Aber bei der gegenwärtigen Dorfentwicklung, auch im Hinblick auf das kommende Neubaugebiet mit sozialem Wohnungsbau, bestehe Handlungsbedarf in der Zuteilung von Grundschullehrern. Vielleicht wäre eine Rückkehr zum alten Prinzip nicht die schlechteste Lösung für alle, so Kopf. Eine Klassenstärke von 28 Kindern sei in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung ohnehin schon eine Herausforderung an jede Lehrkraft. "Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass jahrgangsgemischter Unterricht mit 28 Kindern, einfach nicht mehr leistbar ist", so Kopf. Rein rechtlich gesehen, sei der maximale Schnitt bei jahrgangsgemischten Klassen ohnehin in Schuttern erfüllt. Die Teilung beginnt bei 26 zu jeweils zwei Klassen á 13 Kinder. Umso mehr rechne Kopf mit einer Entspannung in Schutterns Grundschule und auf eine Entlastung des dortigen "sehr engagierten Kollegiums". "Dieses Team macht eine tolle Arbeit", so Kopf.

Im Jahr 2012 ist in Schuttern erstmals jahrgangsgemischter Unterricht praktiziert worden. Da in den Folgejahren die Schülerzahlen mit durchschnittlich zehn Kinder in der ersten Klasse nicht überschritten wurde, blieb es dabei. Im kommenden Schuljahr wird sich dies mit 19 zu erwartenden Erstklässlern ändern. Aktuell zählt die Grundschule 44 Kinder, 52 werden es voraussichtlich im Schuljahr 2018/19 sein.

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