Friesenheim "In Friesenheim ist der Ursprung meines Schaffens"

Der Friesenheimer Komponist Marco Hertenstein Foto: cbs Foto: Lahrer Zeitung

Friesenheim (cbs). Marco Hertenstein, weltweit anerkannter Komponist, schrieb für Friesenheim und Heiligenzell die "Millenniums-Fanfare". Beim heutigen Festbankett wird sie erneut zu hören sein.

Marco Hertenstein ist Komponist und in der Welt zu Hause. Seine Heimat und Wurzeln trägt er im klaren Bekenntnis für Friesenheim. "In Friesenheim ist der Ursprung meines Schaffens", versichert der Komponist, der mit renommierten Künstlern wie Julia Fischer oder Nils Mönkemeyer zusammenarbeitet. Zu bekannten Filmen und Dokumentationen hat er die Musik geschrieben.

Auch Friesenheim und Heiligenzell erhielten im Januar eine von ihm komponierte "Millenniums-Fanfare" für große Orchester mit bis zu 100 Musikern. Es ist ein monumentales Werk, das am Computer entstanden ist und das vor allem der 1000-jährigen Geschichte beider Ortsteile gerecht werden und diese vereinen soll. Vier Wochen habe er an der Fanfare geschrieben.

Bislang war sie erstmals zum Neujahrsempfang im Januar zu hören. Ein zweites Mal wird sie heute anlässlich des Festbanketts in der Sternenberghalle gespielt. Zu diesem Ereignis sind auch tatkräftige Unterstützer und Sponsoren eingeladen. Mit der Planung und Organisation des Festbanketts beauftragt, sind Marco Hertenstein und Uwe Baumann. Versprochen wird eine audiovisuelle Begegnung, die 1000 Jahre Friesenheim und Heiligenzell hörbar und sichtbar machen soll.

Dass dabei auch namhafte Künstler aus Friesenheim und Heiligenzell auftreten werden, unterstreiche die doch sehr guten musikalischen Wurzeln von Markus Busam, Melanie Bähr, Ralf Kiefer, Sascha Armbruster, Georg und Maddy Eichhorn oder Eddy Haid in der Großgemeinde.

Die Millenniums-Fanfare hat Marco Hertenstein extra für die Feierlichkeiten der 1000-Jahr-Feier für Friesenheim und Heiligenzell geschrieben. Auch darüber, wie es mit der Fanfare nach den Feierlichkeiten weitergehen soll, habe er sich schon ein paar Gedanken gemacht. "Es stellt sich die Frage, ob die Fanfare verstaubt oder ob die Gemeinde etwas daraus macht", erklärte Hertenstein im Gespräch mit der "Lahrer Zeitung". Im Handumdrehen stünden natürlich auch die Noten für die einzelnen Register zur Verfügung.

Seine Musikstücke für Dokus und Filme sind preisgekrönt

Für die Planung des Festbanketts habe sich der gebürtige Friesenheimer mehr oder weniger vier Wochen frei geschaufelt. Aktuell arbeitet er an einem Zyklus für Klavier und Sopran sowie an diversen Filmprojekten, die, wie er sagt, momentan nebenher laufen.

Seit 2003 arbeitet Marco Hertenstein als freischaffender Komponist. Einen ersten Namen machte er sich mit der Musik für die Dokumentarfilme "Hidden Children – Überleben im Versteck", "Knef – die frühen Jahre", "Der Olympiamord – München", oder "Die Verhoevens." Aber auch die Filmmusik zu "Mauii-Boyz" oder "Harlan – im Schatten von Jud Süss" stammen aus der Feder von Marco Hertenstein.

Zahlreiche Auszeichnungen dekorieren sein Schaffen. Filme mit seiner Musik wie "Das Wunder von Bern" oder "Das Drama von München" wurden mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Der Wahl-Münchener schrieb auch die Begleitmusik für die DVD "Dragon Songs" des Klaviervirtuosen Lang Lang – und nun eben auch die "Millenniums-Fanfare" für Friesenheim und Heiligenzell.

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