Friesenheim "Ich fühle mich hier sehr wohl"

Sie freut sich auf die Kinder: Bettina Deutsche ist neue Rektorin der Grundschule. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Fri esenh eim . Die Friesenheimer Grundschule mit Außenstelle Schuttern hat mit Bettina Deutsche eine neue Rektorin: Neben der Schaffung neuer Strukturen in Kommunikation und Abläufen, möchte die 41-Jährige ihren Fokus auf die Schulentwicklung richten. Die Lahrer Zeitung hat mit der neuen Rektorin über die ersten Tage an der Grundschule und ihre Ziele gesprochen.

Frau Deutsche, neue Schule, neue Kinder, neues Kollegium – wie geht es Ihnen damit?

Gut, mir geht es gut damit. Leider konnte ich mich von der alten Schule nur über die Homepage verabschieden. Das ist mir schon etwas schwer gefallen. Noch in den Ferien bin ich in Friesenheim zur neuen Rektorin bestellt worden. Immerhin war ich 14 Jahre an der Grund- und Werkrealschule Sommerfeldschule in Offenburg, da hätte ich mich gerne von Kindern, Eltern, meinem Kollegium persönlich verabschiedet.

Und dann in den Ferien ein leeres Schulhaus!

In den Ferien war es natürlich sehr ruhig in der Schule. Aber die Sekretärin war schon da und einige aus dem Kollegium. Insgesamt treffe ich auf ein sehr positiv eingestelltes und motiviertes junges Kollegium. Kollegen, Eltern, Kinder und Schulträger haben mich sehr offen aufgenommen.

Ich fühle mich wohl und verschaffe mir gerade einen Überblick, aber ich werde in der Schule super unterstützt.

Wie erleben Sie die ersten Tage?

Turbulent, terminlich voll und schön. Zwischendurch bin ich damit beschäftigt einfach einzuziehen. Toll ist, endlich sind auch die Kinder und alle Kollegen im Haus. Das gibt ein ganz anderes Gefühl von Schule. Endlich ist sie mit Leben gefüllt. Selbst unter Corona-Einschränkungen läuft vieles normal.

Kommt die Rückkehr zum Frontalunterricht?

Nicht unbedingt Frontalunterricht. In Schuttern gibt es ja die Jahrgangsmischung in Regelform. Sicher können wir manche Konzepte, wie größere Projekte nicht anbieten, weil sich die Klassenverbände nicht mischen dürfen. Aber im Klassenzimmer selbst finden schon verschiedene Formen des Unterrichtens statt, wie Partnerunterricht oder Gruppenarbeit.

Was steht aktuell an der Schule im Vordergrund?

Es ist ein junges Team mit vielen neuen Kollegen. Teamentwicklung ist eine Sache, die bei mir im Fokus steht. Erst wenn ich eine richtige Mannschaft habe, lässt sich viel bewegen und reißen. Jeder muss erst noch seinen Platz finden. Ich erlebe hier ein wahnsinnig offenes Kollegium.

Konkret heißt das?

Wir werden gemeinsam Strukturen schaffen, was die Kommunikation, Abläufe und die Schulentwicklung betrifft. Oberste Priorität bleibt, das Schuljahr ins Laufen zu bringen, die Corona-Kriterien umzusetzen und das Kollegium als Mannschaft aufzustellen.

Bleibt dafür Zeit?

Ich nehme sie mir. Viel wird am Nachmittag gemacht. Wir werden mehr Konferenzen und Besprechungstermine brauchen als das bisher wohl der Fall war. Wir machen das was leistbar ist.

Mit welchen Erwartungen sind Sie an die Grundschule gekommen?

Dass die Schule Potenzial hat und ich etwas aufbauen kann und meine bisherige Erfahrung in Friesenheim miteinbringen kann.

Was wünschen Sie sich vom Träger?

Eigentlich, dass er weiterhin mir die Unterstützung schenkt und ein offenes Ohr für mich und die Belange der Schule hat. Die Zusammenarbeit hat für mich gut begonnen und ich hoffe, dass das so bleibt.   Fragen von Christine Bohnert-Seidel

Und worauf freut sich die 41-Jährige am meisten: "Wenn ich die ersten Erfolge der Arbeit erlebe. Und das Team sagt: Das ist unsere Schule, mit der wir uns identifizieren. Am meisten freue ich mich auf die Kinder, die mich schon morgens anstrahlen."

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