Friesenheim Hitze sorgt nicht für Wassermangel

Friesenheim - Friesenheims Brunnen sind nach wie vor am Netz. Nur der Lindenbrunnen war vorübergehend ohne Wasser. Er hängt am Arm des Dreiangelbrunnens, der noch immer nicht rund läuft, weil der Anschluss über ein Privatgrundstück noch geklärt werden muss.

Jetzt sprudelt er endlich wieder, der Lindenbrunnen in Oberschopfheim. In den vergangenen Wochen war dort kein Tropfen Wasser zu sehen. "Ja, der Lindenbrunnen ist zurzeit nicht am Netz", bestätigte Frank Wilhelm vom Bauamt der Gemeinde Friesenheim noch in der vergangenen Woche auf Anfrage der Lahrer Zeitung. Dass der Brunnen außer Betrieb war, hing jedoch nicht, wie vielfach vermutet worden ist, mit der Trockenheit zusammen. Vielmehr wurde auf ein technisches Problem verwiesen: Das System des Lindenbrunnens ist in Bezug auf die Wasserzuleitung mit der Technik des Dreiangelbrunnens verbunden. Das Wasser dort sprudelte aber noch nicht so, wie erwartet, sondern plätscherte eher leise vor sich hin.

Über die allgemeine Lage der Brunnen in der Großgemeinde gibt es bei allen Verantwortlichen noch kein nachdenkliches Stirnrunzeln. "Selbst wenn die Großwetterlage noch weitere 14 Tage so bleibt, sieht es gut aus", erklärt Wilhelm. Im Moment sehe die Gemeinde keinerlei Handlungsbedarf. Die Sportplatzbewässerung laufe und auch die Brunnen plätscherten nach wie vor gut vor sich hin. Wenn der ein oder andere Brunnen etwas weniger Wasser zeige, dann liege das häufig auch daran, dass Privatleute gern ihre eigenen Wasserkanister füllen, was ihnen ja auch erlaubt sei.

Wasserversorgung in der Gemeinde ist derzeit noch kein Problem

Der Grund für die entspannte und relativ gelassene Stimmung bei allen, die für die Wasserversorgung verantwortlich sind, ist der vergangene Winter, der dafür gesorgt hat, dass sich die Quellen im Wald alles in allem gut gefüllt und erholt haben.

Vor allem der Schnee habe das kostbare Wasser in diesem Winter nur langsam im Boden versickern las sen. Die Quellausschüttung sei dadurch noch sehr gut gegeben und die Becken seien gefüllt. Schnee lasse Tauwasser langsamer im Boden versickern, heißt es – anders sehe es bei Bodenfrost aus: Liegt er zuerst vor, fließt sämtliches Wasser ab, wie es im Winter 2016/17 der Fall gewesen ist.

Dennoch wartet man sehnsüchtig auf einen lang anhaltenden Sommerregen, der das Wasser wieder langsam in die Böden versickern lässt.

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