Friesenheim Großes Interesse an Zukunft des Orts

Die Verbesserung der Trinkwasserqualität, bessere Taktung des ÖPNV sowie der Erhalt der Ärzteversorgung im Ort: Das sind die drei größten Ziele, die sich Oberschopfheim setzt. Foto: cbs

Oberschopfheim - Die letzte Bürgrewerkstatt in den Teilorten von Friesenheim hat in Oberschopfheim stattgefunden: Hoch motiviert haben die Oberschopfheimer gemeinsam über die Gestaltung der Gemeindeentwicklung nachgedacht.

Am Ende kristallisierten sich für Oberschopfheim aus 30 Zielen drei Spitzenreiter heraus: die Verbesserung der Trinkwasserqualität, bessere Taktung und Anknüpfung an den ÖPNV sowie der Erhalt der Ärzteversorgung im Ort. Ortsvorsteher Michael Jäckle erkannte einen klaren Auftrag: "Wir werden an der Verwirklichung der Ziele intensiv arbeiten." In sechs Gruppen erarbeiteten die Teilnehmer der Bürgerwerkstatt aus unterschiedlichen Themen jeweils fünf Kernziele heraus.

Unzufriedenheit macht sich breit bei der Qualität des Trinkwassers. Diese gelte es bis 2025 zu verbessern. Bis zu 80 Prozent des Stroms soll bis 2030 über erneuerbare Energien im Ort gewonnen werden. Begegnung in einem Treffpunkt für alle Generationen und Kulturen ist erklärter Wunsch bis 2023. In zwei bis drei Jahren wäre ein Konzept umzusetzen, zur Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern für den Ort und die Vereine. Vorstellbar wäre noch 2020 ein regelmäßiger Stammtisch zur Stärkung der Vereinsgemeinschaft. Wanderwege mit Infotafeln und Ausschilderungen ließen sich bis 2024 umsetzen.

Auch die zentrale Nahversorgung in Oberschopfheim bleibt Thema und ließe sich über einen Bürgerladen auf genossenschaftlicher Basis verwirklichen. 2023 ist hier erklärtes Ziel. Bis 2020/25 ließe sich die Parksituation über eine einheitliche Regelung privater und öffentlicher Stellflächen verbessern.

Im Zentrum wünschen sich die Oberschopfheimer die Sanierung von mindestens einem Drittel der Häuser. Innerortsverdichtung bleibt in Oberschopfheim Thema. Der Leerstand von Wohn- und Ökonomiegebäuden im Zentrum ließe sich über Schaffung von Wohneinheiten minimieren. Der Dreiangel in Oberschopfheim erweist sich für einige der Teilnehmer als nach wie vor recht gut, andere wünschen sich diesen verstärkt als Ortszentrum im Sinne von Begegnung. In Oberschopfheim ist ein Marktgeschehen gewünscht.

Auf dem Rathausplatz soll ein Markt eingerichtet werden, der die Oberschopfheimer mit Obst und Gemüse versorgt. Im 30-Minuten-Takt sollte ein Bus die Oberschopfheimer mit der Region verbinden. Grundsätzlich ist den 60 Teilnehmern die Entwicklung von Lösungsansätzen an runden Tischen für noch mehr Gemeinschaft und Erhalt der Lebensqualität in Oberschopfheim ein starkes Anliegen. Im kommenden Jahr soll eine Initiativ-Gruppe, die einen generationenübergreifenden Treff im Fokus behält, gegründet werden. Dazu zählt auch eine bessere Vernetzung von Ehrenamtlichen aus Kirche, Vereinen und Institutionen.

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