Friesenheim Gißler-Kreuz erstrahlt in neuem Glanz

Zahlreiche Bürger kamen zu Weihe und Übergabe des restaurierten Gißler-Kreuzes. Foto: cbs Foto: Lahrer Zeitung

Der Historische Verein Oberschopfheim hat das Gißler-Kreuz restaurieren lassen. Gertrud Gißler, Eigentümerin des Kleinods, zeigte sich bei der Weihe zufrieden mit dem Ergebnis.

Oberschopfheim. In neuem Glanz erstrahlt nun das Gißler-Kreuz, das im Gewann "In den Leeren" steht. Insgesamt 11 000 Euro hat die Restaurierung gekostet. Überglücklich und zufrieden hat sich Gertrud Gißler, deren Familie noch immer Eigentümerin des Kreuzes ist, mit dem Ergebnis gezeigt. Vor der offiziellen Übergabe hat Pater Tijo das Kreuz neu geweiht.

Die Übergabe komme eigentlich mit einem Jahr Verspätung, erklärte Willi Ehret, Vorsitzender des Historischen Vereins Oberschopfheim. Grund für die Verspätung war die nicht gesicherte Finanzierung der Restaurierungskosten in Höhe von knapp 11 000 Euro. Erhebliche Beschädigungen hätten die Restaurierung forciert.

Ehret dankte den Spendern, von denen einige zur feierlichen Übergabe gekommen waren. Namentlich nannte Ehret die Gemeinde Friesenheim, die Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau, die Volksbank Lahr, das Unternehmen Schrempp EDV, Familie Gißler, Anna Geiger sowie der Historische Verein Oberschopfheim.

Bürgermeister Erik Weide würdigte das Engagement von Familie Gißler, die seit so langer Zeit das Kreuz pflege. Der Erhalt und die Pflege von Kreuzen sei eine Tradition und das Geld in deren Erhalt gut angelegt. Schließlich sei diese Form von Pflege des Kulturguts etwas, was die Gemeinschaft, insbesondere die Gemeinschaft in Oberschopfheim ausmache. Ehret zeichne aus, dass er selbst mit anpacke, erklärte Ortsvorsteher Michael Jäckle. Mit der Restaurierung des Gißlerkreuzes sei noch lange nicht die Restaurierungswelle beendet. Das nächste Kreuz stünde in der Pipeline. Im kommenden Jahr wird wieder um eine Summe im Haushalt der Gemeinde Friesenheim gebeten.

Willi Ehret, Vorsitzender des Historischen Vereins Oberschopfheim, erläuterte im Namen von Restaurator Luzius Kürten die umfangreichen Arbeiten: Der obere Teil des Kreuzes war aufgrund von Korrosion komplett abzubauen, weil der Originaldübel zur Befestigung der Jesusfigur nicht mehr tragfähig war. Eine neue Fixierung erfuhr der Kreuzstamm. Eine Standfestigkeit sei jetzt wieder für die kommenden Jahrzehnte gewährleistet. Erforderlich war die Rekonstruktion der Arme mit sowie dem Aufbau der fehlenden Teile mittels Aufbaumasse. Die beiden Arme wurden wieder am Korpus montiert. Am gesamten Kreuz wurden die Risse aufgefüttert und Unebenheiten geschlossen. Außerdem wurde es mit spezieller Farbe versehen.

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