Friesenheim Gewerbeflächen sind begehrt

Das Industriegebiet II in Friesenheim erfreut sich großer Nachfrage. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Im Industriegebiet II ist im Januar eine Gewerbefläche von 8200 Quadratmetern verkauft worden. Während in der Vergangenheit Gewerbeflächen in Friesenheim wenig nachgefragt waren, hat sich dies in den vergangenen zwei Jahren geändert.

Friesenheim. Das teilte Bürgermeister Erik Weide in der öffentlichen Gemeinderatssitzung mit. In Heiligenzell und Oberschopfheim sind bereits alle Gewerbeflächen belegt. In Schuttern hat eine Bebauungsplanänderung für das Gewerbegebiet "Im Segel" 2,4   Hektar Fläche für die ortsansässige Firma Albea zur Verfügung gestellt.  Zur Geschichte: Im April 2017 wurde die Erschließung des Industriegebiets II in Friesenheim fertiggestellt. 2,2 Millionen Euro hat die Gemeinde investiert. Gefragt sind im Industriegebiet vor allem eher kleinparzellige Flächen von 2000 bis 4000 Quadratmetern. Eine größere Fläche (8200 Quadratmeter) ging jetzt an ein produzierendes Gewerbe.

Im Industriegebiet II wurden von 85 700 Quadratmetern bislang 41 280 Quadratmeter Fläche an sieben unterschiedliche Firmen verkauft. Demnach steht noch etwas mehr als die Hälfte an Fläche zur Verfügung. Aus der Wirtschaftsförderung ist zu hören, dass auch hier schon einige Anfragen für Flächen vorliegen. Der Kaufpreis beträgt 45 Euro pro Quadratmeter voll erschlossene Fläche. Zur Entwicklung: Im November 2015 begann der erste Bauabschnitt des Industriegebiets II auf einer Fläche von 50 000 Quadratmetern mit der Verlängerung der Industriestraße. In einem zweiten Bauabschnitt wurde auf einer Fläche von knapp 35 000 Quadratmetern die Bohmattstraße verlängert. Dort befindet sich nun das Unternehmen Hair­shop Pro, das auf knapp 2500 Quadratmeter ein Gewerbe für den Onlinehandel angesiedelt hat. Es ist das erste Unternehmen, das sich im Indus­triegebiet II seinen Standort errichtet hat. Weiter ging es mir Firma HTO Härtetechnik. Das Unternehmen erweitert mittlerweile über das Industriegebiet I in das angrenzende Industriegebiet II. Die Verbindung erfolgt über einen eigenen Straßenabschnitt.

Die Gemeinde Friesenheim war sich um die Bodenhöhe in diesem Gebiet bewusst. Einige Flächen liegen bis zu 1,5 Meter unterhalb des Geländeniveaus. Eine Angleichung bis auf 40 Zentimeter unterhalb des Straßenniveaus findet über die Auffüllung von Erdmaterial statt. Für die Auffüllung wird Aushub aus dem Neubaugebiet "Auf der Mühl" mit einer Kalk-Zement-Mischung versehen. Den Auftrag für die Angleichung auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern erhielt im Februar 2017 das Unternehmen Vogelbau aus Lahr für einen Angebotspreis von knapp 100 000 Euro.

Das Industriegebiet I verfügt über eine Fläche von knapp 16 Hektar und wurde in den 1980er-Jahren erschlossen. Das Industriegebiet II, erschlossen im Jahr 2017, verfügt über knapp 10 Hektar Gesamtfläche (Straßen einbezogen). Zusammen umfassen die beiden Gebiete also 26 Hektar.

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