Friesenheim Halbe Million für Sternenberghalle

Langfristig ist für die komplette Sanierung der Sternenberghalle nach 40 Jahren mit einer zweistelligen Millionensumme zu rechnen. Foto: Bohnert-Seidel

Friesenheim - Friesenheim erhält 500. 000 Euro für die Sanierung der Sternenberghalle. Das Geld kommt aus einem Förderprogramm des Landes für Projekte im Bereich Wohnen, Innenentwicklung, Arbeit und Grundversorgung.

Wie groß der Jubel über die halbe Million Euro aus dem Fördertopf des Landes Baden-Württemberg ist, bleibt noch abzuwarten. Am Freitagmittag war keine Stellungnahme bei der Gemeinde einzuholen. Grünen-Landtagsabgeordnete Sandra Boser hatte die Zusage in einer Pressemitteilung am Freitag verkündet – eine Zusage, auf die die Gemeinde seit gut drei Jahren wartete.

Immer wieder hatte die Gemeinde Anträge auf Fördermittel gestellt, den letzten am 31. Oktober 2020. Auch nach Absagen kam Aufgeben nicht infrage.

Knapp 1,5 Millionen Euro für 61 Projekte im Ortenaukreis eingeplant

In einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderats wurde von Seiten der Verwaltung unmissverständlich betont, dass die Gemeinde bei Sanierungskosten in Höhe von 3,6 Millionen Euro Fördermittel in Höhe von mindestens 1,4 Millionen Euro benötige. Ohne diese Summe wäre eine Sanierung der Sternenberghalle kaum zu leisten.

Jetzt stellt das Land Baden-Württemberg eine Summe von insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro für insgesamt 61 Projekte in der gesamten Ortenau zur Verfügung.

Obgleich Friesenheim einen Löwenanteil von 500 .000 Euro erhält, dürfte diese Summe in Anbetracht der Haushaltslage und den steigenden Kosten bei der Kinderbetreuung, die für 2021 bei knapp vier Millionen Euro liegt, vielleicht nicht ganz zum tosenden Jubel verhelfen.

Bei den Haushaltsberatungen betonte die Verwaltungsspitze mit Bürgermeister Erik Weide die Hoffnung, bei der Vergabe von Fördermitteln im Jahr 2021 "einen gewaltigen Schritt nach vorne zu machen".

Langfristig sei mit einer zweistelligen Millionensumme zu rechnen

Zwei Mal hatte die Gemeinde in den vergangenen Jahren das Nachsehen. Für 2021 erklärte Rechnungsamtsleiter Joachim Wagner mit Blick auf den kommunalen Haushalt: "Der Schlüssel der zu verteilenden Masse wird deutlich geringer."

Für das Haushaltsjahr 2021 binden Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von vier Millionen Euro für die Kindertagesstätte in Heiligenzell (1,7 Millionen Euro) und die Sanierung der Sternenberghalle (2,2 Millionen Euro) das Kapital. Umso wichtiger wäre hier ein Mindestförderbetrag von 1,4 Millionen Euro.

Die Sanierung der Sternenberghalle sei nicht in Häppchen zu leisten. Heizung und Lüftung bedingten sich gegenseitig. Erhöhter Bedarf bestehe zudem für die Erneuerung der Brandschutzanlage. Langfristig ist für die komplette Sanierung der Sternenberghalle nach 40 Jahren mit einer zweistelligen Millionensumme zu rechnen.

Gesamtkosten

In der Sternenberghalle muss die Heiz-, Lüftungs- und Brandschutzanlage komplett erneuert werden. Es wird mit Gesamtkosten in Höhe von 3,6 Millionen Euro kalkuliert.

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