Friesenheim Friesenheimer Umzug ist abgesagt

Friesenheim - Solange das Abstandsgebot hinsichtlich der Corona-Pandemie nicht fällt, stehen die Fasnachtsumzüge auf der Kippe. Die Friesenheimer Fasentzunft hat bereits ihren Umzug in 2021 abgesagt - Der Fasnachtsumzug für das Jahr 2021 ist in Friesenheim abgesagt. In Schuttern wartet die Narrenzunft noch ab, was die Verordnungen hergeben. Abgesagt ist für Oberschopfheim in der Auberghalle die "Groß-Hohberger Fasnachtseröffnung" am 10. November 2020.

"Nachdem das Großversammlungsverbot auf Ende Oktober von der Regierung beschlossen worden ist, war für uns klar, dass unser Fasnachtsumzug für 2021 abgeschrieben ist", gibt Zunftmeisterin Petra Müller-Huber gegenüber der Lahrer Zeitung bekannt.

Zunftmeisterin will Friesenheim nicht zum "Hotspot" machen

"Unmöglich könnten wir eine Anzahl von möglicherweise 30 geforderten Sicherheitskräften bezahlen", führt Müller-Huber aus. Noch viel mehr wiege für sie die Tatsache, dass sie niemals Friesenheim als "Hotspot" für eine neue Infektionswelle sehen wollte. Zu hoch sei ihr das Sicherheitsrisiko, das sie auch aus der Sicht als Krankenpflegerin kenne. Ohnehin noch nicht verschickt waren die Einladungen an mögliche Gastzünfte. Was für Friesenheim gesetzt bleibe, sei das Stellen des Narrenbaums, das die Fasentszunft ohnehin seit einigen Jahren bereits morgens allein mit der Zunft gestalte. Wie es mit der eigentlichen Dorffastnacht sowie Rathausstürmung und dem Schmutzigem Donnerstag weitergehe, stehe noch in den Sternen. Das ließe sich relativ spontan gestalten.

Ganz entspannt schaut Zunftmeister Harald Ruder mit seinem Team der Narrenzunft Kruttstumpe der Fasnachtskampagne entgegen. "Im Moment gehe ich davon aus, dass die Fastnacht stattfindet", sagt der Zunftmeister. Natürlich stehe er in direktem Kontakt mit dem Verband und schaue, was drum herum passiere. Sollte die Landes- oder Bundesregierung den großen Umzügen eine Absage erteilen, dann sei das gesetzt. Aber solange das noch nicht entschieden sei, stehe für Schuttern der Nachtumzug. Im Grunde hätten bereits im Februar dieses Jahres die meisten Zünfte ihre Zusage gegeben. Kaum war der Nachtumzug in trockenen Tüchern, waren auch schon die Einladungen draußen.

Fasentszünfte in Ortsteilen halten an Veranstaltungen fest

Mit den Lieferanten oder Partner habe der Verein eine offene geschäftliche Vereinbarung getroffen. Zelte, mobile Toiletten, Security, Beschaller und Musiker sind bestellt, allerdings mit der Vorgabe, dass ein kostenfreier Rücktritt vom Vertrag möglich wäre. Sollten Corona-Verordnungen auf die Fastnachtsumzüge übertragen werden, dann sagt Schuttern ab. Bis dahin will Ruder entspannt bleiben und keine Pferde scheu machen. "Auf mein Team kann ich mich zu 100 Prozent verlassen. Wir können auch im Januar noch unsere Fastnacht planen", so Ruder. Aber auch für ihn gilt: "Eine Fastnacht mit Abstandsgebot, Mund- und Nasenschutzpflicht und Desinfektionsmittel will niemand."

In Oberschopfheim hat Sabrina Hauser mit ihrem Zunftrat die Groß-Hohberger Fasenteröffnung am 10. November 2021 in der Auberghalle abgesagt. Im rollierenden System mit den Hohberger Narrenzünften wäre Oberschopfheim in diesem Jahr Gastgeber gewesen. Was den Fasentsumzug am Fastnachtssonntag anbelangt, bleiben die Stänglihocker ebenfalls locker. "Die Fastnacht im Dorf lässt sich auch recht spontan gestalten", sagt Hauser. Für den Umzug brauche es weniger Vorlaufzeit, als vielmehr die Bevölkerung, die sich aus den Vereinen und Gruppen in die Fastnacht einbringe. Gleiches gilt für die Oberweierer Krabben und die Feuerhexen in Heiligenzell. Die Fastnacht in diesen Ortsteilen lebt von der Beteiligung aus dem Ort und lasse sich so fast schon aus dem Ärmel heraus schüttelnd organisieren.

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