Friesenheim Friesenheimer Stahl für Stuttgart 21

Sie sehen sich Bauteile für den Stuttgarter Bahnhof an: Josph Hugelmann, Sandra Boser, Eric Weide, Charlotte Schubnell, Ewald Schaubrenner und Konstantin Villing. Foto: Bohnert-Seidel

Friesenheim (cbs) - "Wir können von klein bis groß" sagt Konstantin Villing, Geschäftsführer von Villing Technologie in Friesenheim bei einer Führung mit Sandra Boser, (MdL/Grüne) sowie Bürgermeister Erik Weide und Vertretern des Gemeinderats. Vom kleinen Geländer bis zur Unterkonstruktion des Stuttgarter Bahnhofs ist Villing Technologie vor allem Lieferant für industriellen Stahlbau und Schweißkonstruktionen.

Eines stellte Boser klar: "Die Grünen-Politikerin und die Lieferung für den Bahnhof von Villing Technologie beißen sich keineswegs. Wir bauen den Stuttgarter Bahnhof. So einfach ist das." Umso beachtlicher ist für sie, dass ein Unternehmen aus Friesenheim in "partnerschaftlicher Zusammenarbeit" mit einem anderen Unternehmen, wie Villing betont, so große Bauwerke liefert.

Das Unternehmen verarbeitet 800 Tonnen Stahl für die "Überdachung Stuttgarter Bahnhof". die Unterkonstruktion gilt als Stütze für das Gießen von Betonpfeilern, die den künftigen Bahnhof tragen. Danach wird die Stahlkonstruktion entfernt und dann dem Alteisen zugeführt.

Im Sommer vergangenen Jahres wurden bereits riesige Stahlteile ausgeliefert. Diese sorgten wochenlang für besonderes Aufsehen auf dem Hof, wo sie entlang der Oberweirer Hauptstraße gut zu sehen waren. Das Unternehmen fertigt in vier Geschäftsfeldern, dem Laserschnitt, Schweiß- und Sonderkonstruktionen sowie Stahlbau und Reparaturen jeglicher Art.

Im Januar 2017 lieferte die Firma die Rohre für die neue Weltrekordseilbahn an der Zugspitze. Diese ist im Dezember 2017 in Betrieb genommen worden.

Bürgermeister Erik Weide, Boser sowie die Mitglieder des Gemeinderats Joseph Hugelmann (GLU), Charlotte Schubnell (CDU) und Ewald Schaubrenner (CDU) staunten über die Bedeutung der Firma. Bewusst habe Weide das Unternehmen für einen exemplarischen Besuch der Landtagsabgeordneten gewählt. Die deutschlandweit fast einzigartige Spezialisierung erlaube dem Unternehmen sich auszubreiten. Das Unternehmen beschäftigt 27 Mitarbeiter, darunter einen Auszubildenden im Berufsbild Metallbau, Fachrichtung Konstruktionstechnik. Die Komplexität der Arbeitsfelder erfordert ein hohes Maß an Fortbildung. Nicht jeden lässt Villing an die Laser-Maschine aus Italien. Gearbeitet wird im Zwei-Schicht-Betrieb. Die meisten Bauteile für Stuttgart 21 werden bis im Sommer 2018 ausgeliefert sein. Auf einer Produktions- und Lagerfläche von mehr als 6000 Quadratmetern ist ein Materialfluss aller Arten, Größen, Profile und Stahlkonstruktionen bis zu einem Gesamtgewicht von gut 50 Tonnen gewährleistet.

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