Friesenheim Friesenheim im Topspiel ohne Druck

Der TV Friesenheim (in Schwarz) kann mit einem Sieg beim Tabellenführer Ohlsbach/Elgersweier den Platz an der Sonne in der Landesliga Nord erobern. Foto: Künstle Foto: Lahrer Zeitung

Bleibt die Friesenheimer Bilanz auch im Topspiel weiter makellos? Am heutigen Freitag reist der TV zum Spitzenreiter Ohlsbach. Mit einem Auswärtssieg würde die Sieben von Trainer Ralf Mättler den Platz an der Sonne erobern.

Landesliga Nord, Frauen: SG Ohlsbach/Elgersweier - TV Friesenheim (heute, 19.30 Uhr). Zum Spitzenspiel beim Tabellenführer (15:3 Punkte) reist Friesenheim (Platz zwei, 14:0 Punkte) heute Abend nach Ohlsbach. Zwei erfahrene, eingespielte Kontrahenten treffen dabei aufeinander, wobei TV-Trainer Ralf Mättler seine Mannschaft in einer durchaus angenehmen Position sieht. "Die SG weist bereits drei Verlustpunkte auf, hat den größeren Druck des Gewinnen-Müssens. Dass die Aufgabe schwer genug für uns wird, steht außer Frage. Aber wir sind bereit und werden Ohlsbach ein entsprechend engagiertes Spiel liefern", lässt Mättler keinen Zweifel am Anspruch der Gäste aufkommen.

Viel kommt auf die Abwehr an

Eine entsprechende Atmosphäre werde in Ohlsbach herrschen, wobei der Gästecoach die Stärken des Gegners einzuschätzen weiß. Mitte und beide Halbpositionen seien personell so ausgestattet, dass sich die SG qualitativ verstärkt habe. "In der Abwehr haben wir die Qualität, die Partie zu gewinnen, wozu wir aber konzentriert und stabil stehen müssen, um das schnelle SG-Spiel zu unterbinden", ist Ralf Mättler bewusst. Gespannt ist er darauf, welches Gesicht die Gastgeberinnen, die er bereits ein paar Mal während der Runde unter die Lupe nahm, zeigen wird. "Das war dieselbe Mannschaft, aber mit Schwankungen versehen. Dennoch haben sie gezeigt, dass sie aufgrund ihrer Stärke nicht zu Unrecht oben stehen", sagt Mättler. Er kann voraussichtlich auf sein volles Aufgebot zurückgreifen. TuS Helmlingen - SV Schutterzell (Samstag, 15.45 Uhr). Ein echtes Brett erwartet Schutterzell (Platz vier, 10:6 Punkte) in Helmlingen. Der Aufsteiger (Platz zehn, 6:10 Punkte) mag tabellarisch weiter unten im Klassement stehen, doch der Schein kann trügen: Gerade in eigener Halle ist der TuS schwer zu knacken. "Sie sind in der Abwehr verwundbar, aber man benötigt schon einen guten Tag, um sie zu schlagen", hält Gästecoach Manfred Kurz fest.

Der Rückraum um Geraldine Kimmer wird dem Riedverein neben dem intensiven Kreisspiel dagegen hauptsächlich Kopfzerbrechen bereiten. "Gerade zuhause sind sie schnell unterwegs und stark, für uns wird es darauf ankommen, in der Abwehr konzentriert zu Werke zu gehen, von Anfang an in unser eigenes schnelles Spiel zu finden", so Kurz.

Strammes Programm bis Weihnachten

Allerdings ist auch den Gästen bewusst, dass sie sich den guten Lauf zuletzt ebenfalls nicht umsonst aufgebaut haben. "Uns erwarten noch drei intensive Spiele bis Weihnachten. Das wissen wir, gehen diesen Berg mit Respekt, aber auch Selbstvertrauen an", zeigt Manfred Kurz auf. Die Tabelle biete noch ein unscharf konturiertes Bild, in dem sich das eine oder andere noch verschieben werde in den kommenden Wochen. Das gelte in erster Linie auch beim Blick nach unten, so dass der SV darauf aus sein muss, weitere Punkte einzufahren. SG Muggensturm/Kuppenheim II - HSG Meißenheim/Nonnenweier (Samstag, 18 Uhr). Zur Kraftprobe avancieren die 48 Stunden seit Donnerstag für die HSG (Platz sechs, 7:5 Punkte). Nach der Pokalpartie gegen Todtnau (Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest) wartet nun die Fahrt zur SG (Platz drei, 12:10 Punkte). Von Rotation kann HSG-Coach Stefan Wilhelmi nicht ausgehen, "so riesig dimensioniert ist unser Kader nicht".

Da die SG-Damen I erst am Sonntag spielen, ist davon auszugehen, dass die Reserve wieder mit Spielerinnen aus dem erweiterten Kader des Südbadenligateams bestückt wird. Die tatsächliche Leistungsstärke der Gastgeberinnen einzuschätzen, fällt schwer, da, wie Gegner im Saisonverlauf nicht ohne Zynismus anmerkten, nicht absehbar sei, ob die "SG-1b" (stärkere Variante) oder "1c" (schwächere Variante) auf der anderen Seite stehen werde. Je nachdem ergebe sich erhebliches Leistungsgefälle, als Beispiel sei das deutliche 7:19 in Freudenstadt erwähnt.

"Wir müssen uns auf alles einstellen. Hinzu kommt, dass das Pokalergebnis Kräfte freisetzen, aber auch den Erschöpfungsgrad erhöhen kann", nennt Wilhelmi Unwägbarkeiten der Ausgangslage. Er sagt: "Wenn wir den Anspruch oberes Tabellendrittel an uns selbst haben, müssen wir auch in Kuppenheim zu bestehen versuchen."

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