Friesenheim Freie Fahrt zum Schutterner See

Große Freude bei den Ortschafts- und Gemeinderäten sowie dem Bürgermeister von Friesenheim, Erik Weide: Am Mittwoch war die offizielle Übergabe des Fahrradwegs, der nun entlang der Straße "In der Kruttenau" verläuft. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Nach zwei Jahren und in drei Abschnitten ist der Ausbau der Kruttenau fertig gestellt. Lobende Worte richtete Bürgermeister Erik Weide an die Bauunternehmen. Nun hofft die Gemeinde, dass der Radweg häufig genutzt wird.

Schuttern. Dass die Anwohner in der Vergangenheit mehrfach durch Baulärm und Umfahrungen gebeutelt waren, daraus machte der Schutterner Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf am Mittwochnachmittag zur offiziellen Freigabe des Fahrradwegs keinen Hehl. Bürgermeister Erik Weide erklärte in diesem Zusammenhang: "In Schuttern wird gar sehr viel Erde bewegt." Nicht zuletzt richtet sich der Blick auf das derzeit entstehende Neubaugebiet "Alter Sportplatz."

Unvorhergesehen waren die Kosten für die Entsorgung vom Teer

Der Bürgermeister zeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit der beiden Bauunternehmen Fichtner und Trenkle. Es war erklärter Wunsch aus Schuttern, die Lücke des Fahrradwegs zum Baggersee zu schließen. Die Straße füge sich demnach nahtlos an das Naherholungsgebiet Baggersee ein und sei genauso wichtig, wie die Ertüchtigung der kompletten Straße. Diese erhielt einen kompletten neuen frostsicheren Unterbau. Unvorhergesehen seien die hohen Kosten für die Entsorung von belastetem Teer in Höhe von 200 000 Euro gewesen. Hinzu gekommen seien die Kosten für den Straßenbau. Ob der Fahrradweg die Bürger vom Auto aufs Fahrrad umsteigen lasse, werde sich zeigen, so der Bürgermeister. Mit dem Fahrradweg verbinde die Gemeinde auch die Hoffnung, dass mehr Besucher am Baggersee das Fahrrad nutzen.

Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf erklärte: "Die Kruttenau ist so schön wie nie zuvor." Nach 18 Jahren sei endlich die Lücke geschlossen. Anfang 2001 wurde der Radweg von der Brücke ins Gewerbegebiet "Auf dem Segel" bis zum Baggersee eingerichtet. Die Schließung der Lücke war ein langgehegter Wunsch. Dass dieser jetzt in Erfüllung gehen konnte, liege auch an den Grundstückseigentümern, die ein Stück ihres Landes verkauft hatten. Ansonsten wäre dies überhaupt nicht möglich gewesen. Vor 14 Tagen wurden zudem die scharfkantigen Bordsteine abgerundet.

V on Oktober 2017 bis Mai 2018 wurde die Straße in Schuttern "In der Kruttenau" von der Brücke bis zur Hausnummer 13 komplett saniert. Nach gut vier Monaten Bauzeit ist jetzt der letzte Bauabschnitt beendet worden. Für die gesamte Maßnahme aller drei Bauabschnitte wurden 1,6 Millionen Euro veranschlagt. Von den 1,6 Millionen Euro Baukosten entfallen 600 000 Euro auf die Abwasserversorgung. Weitere 20 000 Euro sind für die Ergänzung von Trinkwasserleitungen vorgesehen. Die restlichen knapp 970 000 Euro sind reine Baukosten. Durch die abgesenkten Bordsteinkanten verfügt die Straße ab sofort über eine Mindestbreite von 5,5 Metern. So können sich auch zwei Wohnwagen begegnen.

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