Friesenheim Die Festarkaden sind abgebaut

Noch erinnert die Fläche zwischen den Gemeinden eher an einen Festplatz als an ein Sportgelände. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Von Christine Bohnert-Seidel

Kaum war der Beschluss des Ortschaftsrats zum Abbau der Festarkaden gefasst, legte Zimmermeister Roland Herzog mit seinen Handwerkern los. Stück für Stück wurde die Festarena zurückgebaut und das Holz recycelt.

Friesenheim/Heiligenzell. 22000 Euro waren für Holz sowie für den Auf- und Abbau der Arena, der Festbühne und Theke sowie weiterer Holzelemente kalkuliert. Über Verrechnungen der Hölzer, 300 Baumstämme und Bretter, werden weitere 5000 bis 6000 Euro diese Summe verringern. Am Ende dürfte die Festarena gut und gern 15 000 Euro kosten. Abzüglich weiterer rund 8000 bis 9000 Euro, die die Gemeinde über die Vermietung der Arkaden an die örtlichen Vereine erhalten wird, blieben die Kosten auf ein Minimum reduziert, erklärte Roland Herzog im Gespräch mit der "Lahrer Zeitung".

Das Festzelt dürfte in der Abrechnung mit gut 8000 Euro zu Buche schlagen, so Herzog. Für weitere 15 500 Euro wurde Baumaterial wie Zeltbodenelemente, Hackschnitzel, Baudielen oder Schotter beschafft. Die Anschlüsse für Vereine über den Bauhof waren, wie bei den anderen Ortsteiljubiläen, kostenlos, sagte Herzog.

Fast alle Teile sind wiederverwendbar

Glücklich ist er über die Tatsache, dass kaum ein Elemente der Festarkaden weggeworfen werden muss: "Jedes Element, jede Folie, jede Schraube, jeder Balken ist wieder verwendbar", so Herzog. Diese Form der Gestaltung fände auch innerhalb der Bevölkerung Anerkennung. Selbst die Hackschnitzel seien noch zu gebrauchen, sei es als Brennmaterial oder für den Garten. Die Folie darunter sei eine Pflanzenschutzfolie, die ebenfalls beim Bauhof Verwendung finden wird.

Sand, der ein gutes Fundament für das Zelt auf der Rasenfläche gebildet hat, wird komplett in den Boden eingearbeitet. "Jeder Sportplatz wird in regelmäßigen Abständen eingesandet", erklärt Herzog. Lediglich am Höhenunterschied wird sich nach dem Rückbau der Arkaden nichts ändern. "Die gut 90 Zentimeter Höhenunterschied von einem Tor zum anderen können auch wir nicht ausgleichen", sagt Herzog. Der Baumstamm mit dem Friesenheimer Wappen wird künftig auf dem Bauhof gelagert.

Der Ortschaftsrat Heiligenzell hatte den Plänen der Feuerwehrabteilung Friesenheim, in den Festarkaden 2017 noch das Fest anlässlich ihres 130-jährigen Bestehens zu feiern, eine deutliche Absage erteilt. Dazu, dass dieser Wunsch verwehrt blieb, sagte Herzog nur: "Wenn der Sportverein aufgrund der zeitnahen Trainingsbedingungen auf dem alten Sportplatz wieder einen Satz in der Punkteskala nach oben macht, soll das auch recht sein."

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