Friesenheim BUND-Ortsgruppe fordert überdachte Plätze für Fahrräder

Hunderte von Fahrrädern stehen an der Schule im Regen. Der BUND fordert von der Gemeinde eine Überdachung. Foto: cbs

Friesenheim - Der BUND hat zur Monatssitzung erstmals Bürgermeister Erik Weide eingeladen und ihn über die Arbeit und die Ziele der Ortsgruppe Friesenheim in Kenntnis gesetzt. Unter anderem fordern die Mitglieder überdachte Stellplätze für Fahrräder.

Viele Themen beschäftigen den BUND-Ortsgruppe Friesenheim in Sachen Umweltschutz und Gewässer. Diese haben die Mitglieder bei ihrer Monatssitzung nun dem Bürgermeister Erik Weide vorgestellt:

Wasserqualität: Sorgen bereitet dem BUND unter anderem die Wasserqualität. "Die Quellschüttungen des Waldes, der wichtigsten Wasserversorgung Friesenheim und die Brunnen in der Ebene gilt es besser zu schützen", so der Vorsitzende Wolfgang Huppert. In Strömungsgebieten aufwärts seien die Einzugsgebiete freizuhalten von Nitrateinleitern. "Leider wird hier aus Kostengründen eine Verunreinigung des Trinkwassers durch Nitratbelastung in Kauf genommen", betonte Huppert. Solange dies der Fall sei, wird die Forderung der Naturschützer, Schutzmaßnahmen für die Quellgebiete zu ergreifen, aufrecht erhalten. Dies sei einer der Gründe, weshalb der BUND sich an der Unterschriftenaktion Volksbegehren "Pro Biene" beteiligen werde.

Wälle in Wäldern: Nach Starkregenereignissen rausche das Wasser auch den Wald hinunter. Im Wald gelte es die Bäche, an vielen Stellen durch kleine Wälle am zu schnellen Abfließen zu hindern. Eine entspannte Hochwassersituation wäre möglicherweise für den Wald das Ergebnis. Langsameres Abfließen fördere ein besseres Versickern des Wassers im Wald. Dort wo es schließlich als Trinkwasservorrat und für die Wurzeln der Bäume diene. Nicht absehbar sei, wie sich die kommenden Sommer entwickeln werden. Steine ließen sich als optimierte Wasserrückhalte-Vorrichtungen in den Bachläufen platzieren.

Naturnaher Bewuchs am Lierbach: Wiederholt fordert der BUND Friesenheim einen Schutz des Gewässerrandstreifens am Lierbach. "Wir wünschen uns mehr naturnahen Bewuchs", so Huppert. Angrenzende Grundstücke seien jedoch in Privatbesitz, was die Verwirklichung erschwere.

Pflege der Schutter: Pflegemaßnahmen sind für die Bachpatenschaft an der Schutter angedacht. Einige Bäume müssten gefällt und die Ufervegetation stückweise zurückgesetzt werden. Viele Äste ragten mittlerweile in die Schutter. Die angrenzende Wiese soll als wertvolles Wiesenbiotop erhalten werden. "Beweidung oder ein einmaliges Mähen im Jahr würde diese hohe Form der Kulturwiese langfristig schützen", sagt der Vorsitzende. Die Wiese befindet sich mittlerweile im Eigentum der Gemeinde.

Fahrradstellplätze: In den regenreichen Monaten klaffe eine große Lücke in Friesenheim auf. An öffentlichen Einrichtungen fehle es an überdachten Fahrradunterstellplätzen. An der Schule, die von hunderten von Fahrrädern umkreist wird, wäre eine Überdachung mehr als angebracht, so Huppert. Außerdem erweisen sich die Fahrradstellplätze mit ihren einfachen Haken als Felgenkiller. Es fehle an einer Überdachung sowie modernen Bügelstützen, wie sie bereits an anderen Schulen zum Standard gehörten. Aber Stellplätze für Fahrräder gehörten auch dort hin, wo Veranstaltungen stattfinden, was auch für kirchliche Einrichtungen gelte.

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