Friesenheim Bürger sind gefragt

Was soll als nächstes im Kernort Friesenheim angegangen werden? Das soll ein Gemeindeentwicklungskonzept klären. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Ein Verkehrskonzept ist im vergangenen Jahr von der Gemeinde Friesenheim bereits in Auftrag gegeben worden. Jetzt will die Verwaltung mit dem Gemeinderat in die zweite Runde gehen und ein Gemeindeentwicklungskonzept auf den Weg bringen.

Friesenheim. Die Gemeinde Friesenheim ist bis 2018 mit der Sanierung der "Adlerstraße/Kronenstraße mit Zentrum" über das Landessanierungsprogramm gefördert worden. Doch es gebe noch weitere "zum Teil dringende" Aufgaben, die im Kernort anstehen würden. Welche Aufgaben, wie dringlich sind, das könne durch die Aufstellung eines Gemeindeentwicklungskonzepts herausgefunden werden. Der Gemeinderat wird am Montag, 14. Januar, darüber abstimmen, ob eine solche Aufstellung in Auftrag gegeben wird.

In einer Klausurtagung am 14. April hat der Gemeinderat der Verwaltung grünes Licht erteilt, Angebote einzuholen. Jetzt liegt dem Gemeinderat ein Angebot der Firma "KommunaleStadtErneuerung" in Höhe von knapp 100 000 Euro vor. Gut die Hälfte des Betrages wäre über ein Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg "Flächen gewinnen durch Innenentwicklung" bezuschusst. Mittel für die Finanzierung des Gemeindeentwicklungskonzeptes sind bereits im Haushalt 2019 vorgesehen.

Externer Moderator soll Projekt begleiten

"Gemeinderat und Bürger sollen darüber diskutieren, welche Maßnahmen und Projekte für die Zukunft erforderlich sind", kündigt der Gemeinderat an. Ein Gemeindeentwicklungskonzept sei auf die kommenden zehn bis 15 Jahre ausgerichtet und beschäftige sich mit den "Handlungsfeldern" wie Soziales, Generationen, Bildung, Nahversorgung, Infrastruktur, Wohnen und Bauen, Arbeiten und Gewerbe, Gemeinschaft, Vereine, Freizeit, Ökologie, Natur- und Klimaschutz oder Energie. Als Experten seien die Bürger für ihr Wohn- und Lebensumfeld gefragt.

Das Projekt, das letztlich gefördert wird, soll von Beginn an von den Bürgern begleitet werden. Dabei gelte es besonders zu beachten, dass nicht nur die Betroffenen beteiligt werden, sondern allen gesellschaftlichen Gruppen leicht zugängliche Informations- und Mitwirkungsmöglichkeiten eröffnet werden. Damit dies immer gelingt, empfielt das Gremium einen "externen, professionellen Moderator" einzubeziehen. Die "Entscheidungs- und Planungshoheit" obliege jedoch dem Gemeinderat.

Weiteres Thema für die Sitzung am Montag, 14. Januar, ab 19 Uhr im Rathaus Friesenheim ist der Antrag auf Erhöhung des Stellenschlüssels in katholischen Kindertageseinrichtungen und die neuen Elternbeiträge. Darüber hinaus wird der Gemeinderat den neuen ehrenamtlichen Ortsvorstehers für die Ortschaft Oberweier wählen. Empfohlen wird vom Oberweierer Rat Andreas Bix.

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