Friesenheim Anwohner haben langen Atem

Bürgermeisterstellvertreterin Charlotte Schubnell durchlief gemeinsam mit den Anwohnern nochmals die drei Jahre, in denen zahlreiche Baumaßnahmen vorgenommen wurden. Foto: cbs Foto: Lahrer Zeitung

Oberschopfheim (cbs). Das Feuerwehrgerätehaus in Oberschopfheim war proppevolle – Ortsvorsteher Michael Jäckle hatte im Namen der Gemeinde Friesenheim zur feierlichen Übergabe der sanierten Bühlstraße, Diersburger Straße, Meiersmattstraße und Weingartenstraße eingeladen. Zahlreiche Anwohner waren gekommen. Zu ihnen hatten sich Mitarbeiter des Bauunternehmens Lässle, des Ingenieurbüros Zink sowie vom Bauamt gesellt.

Die Bürgermeisterstellvertreterin Charlotte Schubnell sprach von einem "langen Atem", den vor allem die Bevölkerung während der mehr als drei Jahre dauernden Bauzeit hatte aufbringen müssen. Bei allen Unannehmlichkeiten wie Staub und Lärm hätten sich die Anwohner von ihrer besten Seite gezeigt. "Mittlerweile weiß mancher Mitarbeiter der Firma Lässle, wann einzelne Oberschopfheimer Geburtstag haben", berichtete Jäckle. Von Zeit zu Zeit wurden Mitarbeiter mit Geburtstagskuchen, Kaffee und im Sommer mit kühlen Getränken und Eis versorgt.

Anwohner und Arbeiter verstehen sich gut

Der Ortsvorsteher dankte für das großartige Miteinander zwischen Anwohnern und Mitarbeitern. Ein Bild, das an den Tischen beim Abschlussfest noch einmal eindrücklich belegt wurde.

"Wenn im Juli noch die Rabatte mit Objekten, die teilweise Oberschopfheims Geschichte dokumentieren, ausgestattet sind, dann können wir sagen, wir haben durch diese Tiefbaumaßnahmen vor allem der Meiersmattstraße ein neues Gesicht gegeben", erklärte Jäckle.

Schubnell stellte die einzelnen Baumaßnahmen in den Straßenabschnitten vor und freute sich besonders darüber, dass die komplette Bauzeit unfallfrei verlaufen sei. Die Gründe für die lange Bauphase lägen auf der Hand: Sämtliche Hausanschlüsse für Abwasser und Wasser wurden erneuert. Teilweise auch auf Privatgrundstücken. "Immer mehr neue Gashausanschlüsse kamen hinzu", erläuterte Schubnell. Alte, unbekannte Leitungen und Kanäle seien gefunden und ausgebaut worden.

Johannes Sackmann von Zink-Ingenieure erinnerte daran, dass auch ein hoher Beitrag für den Umweltschutz geleistet worden sei: Mischwasserkanäle wurden durch Regenwasserkanäle ergänzt. Das entlaste die Kläranlage und trage in hohem Maße zum Gewässerschutz bei.

Die Bauzeit in der Diersburger Straße war von September 2015 bis April 2016. Die Kosten betrugen in diesem Abschnitt 450 000 Euro. In der Meiersmattstraße wurde von November 2016 bis Ende Mai 2019 gearbeitet. Dort betrugen die Kosten rund 1,7 Millionen Euro. Weiter wurde vom Dreiangelplatz über die Bühlstraße, die komplette Meiersmattstraße und Weingartenstraße von der Einmündung Diersburger Straße bis zum Oberschopfheimer Dorfbach erneuert. Eine weitere Million fallen für die Ingenieurleistungen sowie die Erneuerung der Straßenbeleuchtung mit LED-Technik an.

  • Bewertung
    0