Förderverein über Budget 173 600 Euro für "Leselenz"-Jubiläumsjahr

Christine Störr
Ein besonderes Dankeschön erreichte "Blume"-Wirtin Adelheid Pastor (links), die den Förderverein des Leselenz seit der Gründung unterstützt. Sie bekam von Ulrike Tippmann Blumen überreicht. Foto: Störr

In diesem Sommer steht der 25. "Leselenz" vor der Tür. Während der Hauptversammlung des Vereins zur Förderung des Hausacher Leselenzes gewährte José Oliver erste Einblicke. Das Budget liegt in diesem Jahr bei 173 600 Euro.

Hausach. Zunächst stand jedoch der Rückblick auf das vergangene Jahr durch Vereinsvorsitzende Ulrike Tippmann auf der Tagesordnung. 2021 wäre noch sehr von Corona geprägt gewesen, aber man habe dank kluger Konzepte und Vorsichtsmaßnahmen einen großartigen "Leselenz" und ein wahres Feuerwerk der Worte erlebt. Dass der Leselenz trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten unterstützt wurde zeige, dass die Gönner und Förderer die Bedeutung des Literaturfestivals sowohl als gesellschaftlich kulturelles Ereignis sowie als wertvolles und wichtiges Angebot für Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten anerkennen würden.

Viele Förderer stehen bereits fest

Als fix kalkulierbare Finanzen gebe es die Beiträge der aktuell 146 Mitglieder, wovon das Gisela-Scherer-Stipendium bezahlt werde. Weitere Mitglieder wären mehr als willkommen. Als Förderverein sei man nur so leistungsstark, wie man über Einnahmen verfüge.

Schatzmeisterin Ulrika Wöhrle gewährte vertiefende Einblicke: "Das Polster aus dem Jahr 2020 konnten wir gut für 2021 brauchen." Das Spendenaufkommen wäre im Vergleich zum Vorjahr um 6 000 Euro höher gewesen, was für die Planungssicherheit enorm wichtig gewesen sei.

Der "Leselenz" wurde vom Förderverein mit 50 840 Euro unterstützt. Es ergebe sich auch für dieses Jahr ein kleines Polster, was aufgrund des Jubiläums gut wäre. Das Budget liege mit etwa 173 600 Euro etwas höher als im Vorjahr, erklärte die Vereinsvorsitzende.

Viele der Förderungen würden bereits feststehen, neben dem Förderverein (42 000 Euro), der Neumayer-Stiftung und der Stadt würden sich zehn weitere Institutionen an der Finanzierung beteiligen.

"Leselenz"-Kurator José Oliver nannte Ulrika Wöhrle, Ulrike Tippmann und Gabi Schmider seine Excel-Engel, ohne die die Verwaltung, die Abrechnung und Organisation des Finanziellen nicht möglich wäre.

Der "Leselenz" 2020 wäre deutschlandweit das einzige Literaturfestival und damit für viele Autoren einzige Einnahmequelle gewesen, bis staatliche Hilfen gegriffen hätten. "Das war eine große soziale Verantwortung und Verpflichtung", so Oliver.

"In diesem Jahr war es schwierig, ein Programm auf die Beine zu stellen, weil viele Autoren auf der Strecke geblieben sind und sich einen festen ›Brot-Job‹ suchen mussten", erklärte Oliver. Damit sei auch deren Flexibilität während der Woche weggebrochen. Der neue "Leselenz" stehe unter dem schlichten Motto "25" und werde wieder den üblichen Reihen-Charakter haben. Es gebe die Begrüßung der Stipendiaten, in deren Rahmen jetzt auch der Leselenz-Preis verliehen wird und dann einen fulminanten Eröffnungs-Abend mit dem Tiroler Kammerorchester und vertonten Gedichten von einem der ersten Hausacher Stadtschreiber. Das detaillierte Programm für die Zeit vom 6. bis 16. Juli wird in Kürze öffentlich vorgestellt.

Vereins-Vorsitzende Ulrike Tippmann hatte 25 gute Gründe gesammelt, weshalb der Leselenz es wert ist, finanziell gefördert und ehrenamtlich unterstützt zu werden. Unter anderem zählte sie auf: "Weil der Leselenz die Lust an Sprache, am Hören, am Zuhören, am Schreiben und Weiterschreiben weckt", "…weil Sprache Grundvoraussetzung für die individuelle Entwicklung ist" und "…weil Literatur zur geistigen Grundnahrung gehört".

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