Flächen sollen geschont werden Das sind die Hochbahn-Pläne des Europa-Parks

Julia Göpfert
 Foto: mapcreator.io / Bearbeitung: LZ (Geitlinger)

Den Hochbahnplänen des Europa-Parks hat der Ruster Gemeinderat bereits grünes Licht gegeben. Nun soll am Donnerstag der Tourismusverband über den Bebauungsplan zur Hochbahn zwischen dem Hotel El Andaluz und dem Wasserpark entscheiden.

Um das Pendeln zwischen dem Europa-Park und dem Wasserpark Rulantica für die Besucher einfacher zu machen und umweltfreundlicher zu gestalten, plant der Park eine Hochbahn (wir berichteten). Mit deren Realisierung in circa vier bis fünf Metern Höhe soll eine nichtöffentliche Fahrgastbeförderung zwischen dem Wasserpark Rulantica und Europa-Park für deren Gäste erfolgen. Bislang sind die Besucher nämlich auf Auto oder Bus angewiesen, um von einem Park zum anderen zu pendeln. Mit der neuen geplanten Hochbahn könnten die Gäste ihr Auto stehen lassen und so den Individualverkehr innerorts von Rust entlasten. Wann das Projekt starten oder wie viel es kosten soll, ist momentan noch nicht bekannt.

Um die Hochbahn bauen zu können, muss der Bebauungsplan "Wasserpark", der 2016 rechtskräftig wurde, zum zweiten Mal geändert werden. Der betroffene Bereich, über den die Hochbahn laufen soll, umfasst eine Größe von circa 8,1 Hektar im westlichen Bereich, den Radweg mit einem circa zwölf Meter breiten Korridor sowie Bereiche südwestlich des bestehenden Hotels Kronasar und nordöstlich von Rulantica, heißt es in der Vorlage zur Sitzung des Zweckverbands "Tourismus–Dienstleistungen–Freizeit Ringsheim / Rust" (ZVT).

Hochbahn soll auf Stellplätzen gebaut werden

Mit der Realisierung des Transportsystems im Geltungsbereich des rechtskräftigen Bebauungsplans wird einer Außenentwicklung entgegengewirkt. Laut den Unterlagen zur ZVT-Sitzung wird für den Bau der Hochbahn keine zusätzliche Fläche versiegelt werden, da das geplante Transportsystem auf bisher ausgewiesenen Stellplatzflächen oder anders genutzten Flächen erfolgen soll. Es handelt sich somit um eine Maßnahme der Innenentwicklung. Daher kann der Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren als Bebauungsplan der Innenentwicklung geändert werden, heißt es in den Sitzungsunterlagen. Auf eine Umweltprüfung und damit auf den Umweltbericht könne somit verzichtet werden.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung soll nach der Vorlage des Entwurfs in Form einer Informationsveranstaltung erfolgen heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Kosten des Verfahrens sind vom Vorhabenträger, sprich dem Europa-Park, zu übernehmen.

Die Sitzung des Zweckverbands Tourismus–Dienstleistungen–Freizeit Ringsheim/Rust ist am Donnerstag, 9. Dezember, um 20 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathaus Ringsheim. Die Sitzung ist öffentlich. Außer um die Hochbahn-Pläne des Europa-Parks wird es auch um die Biotopvernetzung gehen. Diese ist eines der Projekte, das die Flächenversiegelung und die Eingriffe in die Natur durch den Bau des Wasserparks bestmöglich auszugleichen soll. Weiteres Thema wird die Änderungen der Verbandssatzung des ZVT und deren Vorsitz sein (wir berichteten).

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