Fischerbach Mann vor dem Verbluten gerettet

Fischerbach - Bürgermeister Thomas Schneider hat beim Neujahrsempfang wieder zahlreiche Bürger im Namen der Gemeinde geehrt. Die größte Schar der sportlich zu ehrenden stellte der Fußballverein mit der erfolgreichen E2-Jugend.

Deren Mädchen und Jungs waren im Herbst zu Meisterehren in der Kleinfeldstaffel gekommen. Mit acht Siegen bei nur einer Niederlage hatte das Team dank des besseren Torverhältnisses knapp die Nase vor den Nachbarn vom SV Haslach vorn. Auch in der C- und A-Jugend konnten in der Spielgemeinschaft mit Haslach Meisterschaften gefeiert werden. Die Ehrungen dazu werden von der Stadt Haslach vorgenommen. Im Radsportverein wurden acht junge Sportler geehrt. In dieser Sportart gewannen Maren Buchholz und Marisa Göppert die Deutsche Schülerinnen-Meisterschaft der Unter-15-Jährigen.

Scherer und Maier bekommen Radierung

In den Reihen der Trachtenkapelle wurden die langjährigen Musiker Reinhard Scherer und Fritz Maier für 50 beziehungsweise 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt (wir haben berichtet). Seitens der Gemeinde kam jetzt noch eine Radierung des Schnaitterhofs für die heimische Ehrengalerie dazu. Ebenfalls in Besitz der wertvollen Radierung kamen Adelheid Hug und Konrad Armbruster für je ein halbes Jahrhundert Mitwirken im katholischen Kirchenchor.

Gesang im Kirchenchor, 19 Jahre Pfarrgemeinderätin und 21 Jahre Dienst als Mesnerin sind die Wegmarken der ehrenamtlichen Lebensleistung von Jutta Armbruster, für die sie ebenfalls mit der Ehrenmedaille der Gemeinde Fischerbach in Bronze erhielt.

Für ihre souveräne Leistung über 17 beziehungsweise 19 Jahre als Kassier und damit an entscheidender Position im Vorstand der Waldsteinhexen erhielten Michael Deißler und Alexander Ullmann die Ehrenmedaille der Gemeinde in Bronze in der Kategorie "Langjährige Vereinstätigkeit". Auch die fünfte Jahreszeit bedarf in einer Gemeinde großen ehrenamtlichen Engagements. Hier haben sich Deißler und Ullmann gleich bei zwei großen Narrentreffen verdient gemacht.

Als letzte wurde Stephanie Dittrich geehrt. Ihr konnten dazu weder sportliche Meisterehren noch jahrzehntelanges Ehrenamt im Verein angetragen werden. Dittrich hatte im Juli beim Umsteigen am Offenburger Bahnhof bei einem Streit unter Männern nicht weggeschaut und durch beherzte Erste Hilfe einem nach einem Streit lebensgefährlich an der Arm-Schlagader Verletzten vor dem Tod durch Verbluten gerettet. "Man muss nicht groß sein, um Großes zu leisten", mit dem größten Beifall des Nachmittags nahm die junge Mutter sichtlich gerührt nach der Ehrung wieder Platz neben ihrer Familie.