Europa-Park virtuell Elsässer baut Freizeitpark nach

Alessandra Hamsch
Durch das Spiel "Planet Coster" kann Tony aus Colmar seine Liebe zum Europa-Park und zu Computerspielen verbinden. Er plant seine Simulation vom Europa-Park nach Vollendung zum Download für alle freizugeben. Foto: Europa-Park

Ein virtueller Spaziergang durch den Europa-Park ist schon bald kein Ding der Unmöglichkeit mehr. Ein 30-jähriger Elsässer hat mit Hilfe von dem Videospiel "Planet Coaster" den Ruster Freizeitpark nachgebaut.

Colmar/Rust (red/aha). Tony aus Colmar, treuer Besucher des Europa-Parks und Spieler des Computerspiels "Planet-Coaster" (siehe Info), habe mittlerweile mehr als 4000 Stunden Arbeit in die virtuelle Parklandschaft gesteckt. Kein Detail habe der 30-Jährige bei seiner Simulation des Europa-Parks außer Acht gelassen. Fertig sei der Franzose mit seinem Projekt noch lange nicht. Der 30-Jährige teilt regelmäßig die Fortschritte mit anderen Fans über die sozialen Medien. Dort nennt er allerdings nie seien Nachnamen.

Seit das Computerspiel "Planet-Coaster" im Jahr 2016 auf den Markt kam, habe Tony viele schlaflose Nächte hat mit dem Aufbau der virtuellen Parklandschaft verbracht, so der Europa-Park in einer Mitteilung. Sein Plan sei, den Nachbau nach Vollendung zum Download freizugeben. Dann könne jeder den Park ganz einfach von zu Hause aus erkunden.

Für die erste Version soll der Franzose ganze zwei Monate benötigt haben. Anschließend habe er seinen virtuellen Europa-Park um den Deutschen Themenbereich erweitert. Dabei sei er immer den original Plänen gefolgt. Anschließend habe er sich auf den Besucherparkplatz und den Haupteingang konzentriert. Die Wasserbahn "Poseidon", der er sich danach widmete, habe ihm aufgrund der vielen Details viel an Präzisionsarbeit abverlangt. Allein für die virtuelle Erstellung des Trojanischen Pferdes habe er zwei Wochen gebraucht.

Tony habe bereits viele neue Projekte im Kopf. "Als Nächstes möchte er sich den Themenbereichen England und der Schweiz angehen", heißt es weiter. Um den Europa-Park so originalgetreu wie möglich nachzubauen, nutze Tony verschiedene Quellen wie Fotos, Erinnerungen, Videos oder Fanseiten.

Obwohl seine Lieblingsbahn, die "Eurosat" nun in den Farben des Moulin Rouge erstrahlt und seit 2018 offiziell "Eurosat – CanCan Coaster" heißt, ist die ursprüngliche Attraktion in Tonys Simulation erhalten.

"Eurosat" ist Tonys Lieblingsachterbahn

Tonys Liebe zur Bahn, gehe sogar so weit, dass er in seiner Kindheit per Webcam live miterleben wollte, wie sich die "Eurosat" für die Halloween-Saison in einen riesigen Kürbis verwandelt. Dafür sei er bereits um 6 Uhr morgens aufgestanden, um über die Webcams des Parks, die Akrobaten bei der Verhüllung der Kuppel zu beobachten. Auch von der Bahn "Euro-Mir" sei er seit seiner Kindheit begeistert. Aber auch alle anderen Attraktionen, Shops, Straßen und Gebäude sind mit viel Liebe zum Detail in "Planet-Coaster" verewigt. Der 30-jährige Elsässer besucht, laut Angaben des Europa-Parks, mindestens achtmal im Jahr den Freizeitpark. Dabei könne er als leidenschaftlicher Raumfahrt-Fan keinen Tag im Europa-Park verbringen, ohne mindestens sechs Runden in der Dunkelachterbahn zu drehen, heißt es in der Mitteilung des Parks.

"Planet Coaster" ist ein Aufbauspiel des britischen Spieleentwicklers Frontier Developments, in dem ein Vergnügungspark nach Belieben gebaut und verwaltet werden kann. Das Spiel wurde am 17. November 2016 weltweit für Windows veröffentlicht. Im November 2020 erschien das Computerspiel auch für Xbox One, Xbox Series und PlayStation 4 sowie für MacOS.

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