Ettenheimmünster Trinkwasser wird wieder desinfiziert

Im Trinkwasser von Ettenheimmünster wurden erneut coliforme Bakterien nachgewiesen. Es wird deshalb bis auf Weiteres wieder gechlort. Gesundheitliche Bedenken bestehen laut dem Tiefbauamt Ettenheim jedoch nicht. Foto: Lukas Schulze

Im Ettenheimmünsterer Trinkwasser wurden bei Nachbeprobungen erneut coliforme Bakterien gefunden. Das Wasser wird deshalb wieder gechlort, gesundheitliche Bedenken bestehen laut dem Tiefbauamt Ettenheim jedoch nicht.

 

Ettenheimmünster. Das Landratsamt hat erneut eine Desinfektion des Trinkwassers im Ortsnetz Ettenheimmünster angeordnet, das geht aus einer Pressemitteilung des Tiefbauamts Ettenheim hervor. Die in einem Teilbereich des Ortsnetzes Ettenheimmünster aufgetretene Verunreinigung des Trinkwassers konnte durch die bisher durchgeführte Desinfektionsmaßnahme nicht vollständig beseitigt werden, heißt es dort. Bei Nachbeprobungen wurden in einem Teilbereich des Ortsnetzes Ettenheimmünster, der über den Hochbehälter Neuberg versorgt wird, erneut coliforme Bakterien festgestellt.

Abwehrgeschwächte Personen sollen das Wasser abkochen

Die Stadt Ettenheim als Betreiber der Wasserversorgung hat in Abstimmung mit dem Landratsamt zur Desinfektion des Trinkwassers eine Chlorung des gesamten Ortsnetzes begonnen. Durch die Desinfektionsmaßnahme kann es zu leichten Geruchs- und Geschmacksveränderungen im Trinkwasser kommen. Gesundheitliche Bedenken bestehen nicht, jedoch wird abwehrgeschwächten Personen empfohlen, das Wasser zum Verzehr vorsorglich abzukochen, so die Pressemitteilung des Tiefbauamts..

Ebenfalls wird vorsorglich darauf hingewiesen, gechlortes Wasser nicht zur Befüllung von Aquarien zu verwenden.

Landratsamt und die Stadt werden die Bevölkerung informieren, sobald das Trinkwasser wieder einwandfrei ist und nicht mehr zusätzlich desinfiziert werden muss, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

INFO

Das geschah bisher

Ende September wurden bei einer routinemäßigen Untersuchung erstmals in zwei Proben coliforme Bakterien im Ettenheimmünsterer Trinkwasser nachgewiesen. Deshalb hatte das Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz damals die vorläufige Chlorung angeordnet. Warum es damals zur Kontaminierung gekommen war, konnte nicht geklärt werden. Als mögliche Ursache nannte Tiefbauchef Udo Schneider die Starkregenereignisse oder die stattgefundenen Arbeiten bei der Entsäuerungsanlage. Damals wie auch aktuell war das Wasser von Wallburg und Münchweier, das aus derselben Quelle im Münstertal kommt, nicht betroffen. Die Chlorung des Trinkwassers war am 13. Oktober ausgesetzt worden, sämtliche darauf erfolgte Nacherprobungen waren ohne Beanstandung gewesen, sodass die damalige Abkochempfehlung und die Chlorung ab dem 20. Oktober wieder aufgehoben waren. Warum die Bakterien nun in einer der Nacherprobungen erneut nachgewiesen wurden, ist derzeit noch unklar. Tiefbauchef Udo Schneider war gestern bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen.

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