Höhere Wasserstände im Dörlinbachergrund Starker Regen macht Probestau möglich

Aufgrund des starken Regens kann die Stadt Ettenheim im Hochwasserrückhaltebecken "Breitmatt" einen Probestau machen. Foto: Decoux-Kone

Ettenheim - Bedingt durch die aktuellen Witterungsverhältnisse gibt es am Hochwasserrückhaltebecken "Breitmatt" einen Probestau. Das Rückhaltebecken mit einem Stauvolumen von 16 100 Kubikmetern wurde im Oktober 2015 fertig gestellt und hat seither besonders für Ettenheimmünster und Münchweier wichtige Beiträge zum Schutz vor Hochwasser geleistet, erklärt die Stadt Ettenheim.

In den Auflagen der Plangenehmigung sei die Stadt als Betreiber der Anlage verpflichtet worden, an dem Hochwasserrückhaltebecken einen Probestau zu machen, um die Abgabemengen zu überprüfen und etwaige Mängel festzustellen. Dazu sei 2018 mit der Aufsichtsbehörde ein Probestau-Konzept erstellt worden. In den danach folgenden heißen Jahren sei witterungsbedingt aber kein Probestau möglich gewesen.

Einstauprozess kann bis zu drei Tage andauern

Anders sieht es jedoch – dank des starken Regens – dieses Jahr aus, sodass die Gemeinde am gestrigen Mittwoch den Probestau begann. Dabei wird das Becken mit 7160 Kubikmetern Wasser eingestaut, was rund 44 Prozent des Rückstauvolumens entspricht. Der Einstauprozess kann bis zu drei Tage andauern, gibt die Gemeinde Auskunft.

Die Anlage werde dabei regelmäßig durch die Stauwärter des Bauhofs überprüft. Bei unerwartet starken Regenfällen während der Füll- oder Entleerungsphase werde der Probestau unterbrochen. Nach Erreichen des Stauziels und einer mehrstündigen Verharren des Wassers im Beckens werde es anschließend kontrolliert abgelassen. Gleichzeitig werde die Abflussmenge im Dörlinbachergrundbach gemessen. Dadurch komme es kurzzeitig zu höheren Wasserständen. Eine Gefährdung besteht dadurch laut Gemeinde jedoch nicht.

"Der Probestau erfolgt nach einem abgestimmten Ablaufplan", erklärt Tiefbauamtsleiter Udo Schneider. Unterstützt werden er und das Bauhofteam beim Probestau vom Ingenieurbüro Wald und Corbe sowie dem Landratsamt Ortenaukreis. Wie Schneider berichtet, werden die aus den Abflussmessungen gewonnenen Ergebnisse ausgewertet. Sie dienen der Kalibrierung der Abflussmengen.

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