Ettenheim Stadt legt weitere Pläne für Espen vor

Die Ettenheimer Verwaltung will die Entwicklung des Quartiers "Auf den Espen" nach coronabedingter Verzögerung nun weiter vorantreiben. Den obenstehenden Entwurf mit Bauhof-Erweiterung und Wohnungen soll der Gemeinderat absegnen. Foto: FSP-Stadtplanung/Stadt

Ettenheim - Die Stadtverwaltung treibt die Planungen "Auf den Espen" weiter voran: Neben Kita und Pflegeheim soll im Osten Ettenheims der Bauhof erweitert werden und Wohnbebauung entstehen.

Frage nach Entwicklung des Espen-Quartiers

Die Diskussionen waren hitzig geworden zum Jahresende 2019. Die Frage, die den Ettenheimer Gemeinderat umtrieb: Welche Entwicklung nimmt das Espen-Quartier? Bei den Punkten Kita- und Pflegeheim-Neubau drängte die Rathausspitze auf eine schnelle Entscheidung – und bekam die nötige Mehrheit (wir berichteten). Offen blieb indes, ob der Bauhof, der unstrittig eine Erweiterung nötig hat, am bisherigen Standort bleiben soll und ob zusätzlich Wohnbebauung auf der Fläche realisiert wird. Bereits fürs Frühjahr angekündigt, liegen nach coronabedingter Verzögerung nun entsprechende Entwürfe des Stadtplanungsbüros FSP aus Freiburg vor.

Bauhof: Anfängliche Gedankenspiele, für Feuerwehr und Bauhof  einen gemeinsamen Standort zu suchen, beendete der Gemeinderat im Mai mit dem Beschluss, ein neues Gerätehaus im Gewerbegebiet Radackern nahe der B 3 zu bauen. Dort ist für eine Doppellösung schlicht nicht genug Platz. Die Alternativen – untersucht wurden Flächen in der Altdorfer "Steinröhre" und bei den Ettenheimer Sportplätzen – leiden laut Verwaltung unter entscheidenden Mängeln.

Zum einen liegen die benötigten Grundstücke in privater Hand, was die Umsetzung des Bauprojekts mindestens verzögern könnte. Zum anderen wäre für einen Bauhof-Neubau mit Kosten "im hohen einstelligen Millionenbereich" zu rechnen. Gleichzeitig stehe hinter den Verkaufserlösen des bestehenden Areals ein Fragezeichen, etwa wegen möglicher Altlasten in dem Gebiet. Nicht zuletzt aufgrund der guten Erreichbarkeit des bisherigen Standorts plädiert die Verwaltung unterm Strich dafür, den Bauhof inklusive Wasserwerk "Auf den Espen" zu belassen und die Erweiterung in Form eines Gewächshauses an Ort und Stelle umzusetzen.

Wohnbebauung:  Neben den fest eingeplanten Vorhaben Kindergarten und Pflegeheim (und nun wohl auch Bauhof) im Norden des Gebiets sollen im Süden Wohnungen entstehen. Dieser Wunsch war in der Vergangenheit mehrfach aus dem Rathaus zu hören gewesen – und wurde von den Stadtplaner nun zu Papier gebracht. Demnach erfolgt die Erschließung über eine neue Straße in Nord-Süd-Richtung zum Mühlenweg hin. Im Westen und entlang der Erschließungsstraße sieht der Entwurf insgesamt bis zu vier Einfamilienhäuser respektive acht Doppelhaushälften vor. Im Rest des Plangebiets werden Mehrfamilien- und Reihenhäuser in unterschiedlichen Größen dargestellt. Außerdem wird vorgeschlagen, die beiden Bereiche östlich und westlich des bestehenden Wohnhauses mit jeweils einer Tiefgarage zu versehen.

Das Fazit der Verwaltung: "Der Entwurf schafft es, den sensiblen Bereich am Stadteingang entlang des Mühlenwegs mit einer verträglichen Dichte auszustatten, die auch die Bebauung auf anderen Straßenseite aufgreift."

Detailliertere Planungen: Das Büro FSP hat neben den Neuerungen im Süden in den vergangenen Monaten auch an einer tiefergehenden Planung für den nördlichen Bereich gearbeitet. So sollen die beiden Teilgebiete durch einen Grüngürtel und einen Höhenversatz getrennt werden. Um Kita, Pflegeheim und Bauhof-Erweiterung zu verbinden, ist ein zentraler Platz vorgesehen.

Nördlich und westlich des Pflegeheims sind Stellplätze dargestellt, die auch den Bedarf des Kindergartens mit abdecken sollen. Westlich der Kita ist ein Spielplatz eingeplant, der einmal als Erweiterungsfläche dienen könnte. Das Pflegeheim wird ein recht wuchtiges Gebäude mit vier Vollgeschossen und einer Höhe von bis zu 13 Metern. Dies ist laut Verwaltung den begrenzten Flächenkapazitäten geschuldet: "Nur so können die vorgesehenen 90 Heimplätze sowie weitere Einrichtungen der Pflege untergebracht werden."

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