Ettenheim 80. Geburtstag: Sie war die erste Frau im Ettenheimer Gemeinderat

Gerne mit ihrem Hund unterwegs: "Nora" hält Luzia Angster fit. Foto: Hiller

Ettenheim. Sie war 1975 die erste Frau im Ettenheimer Gemeinderat, hat viele Auszeichnungen erhalten, ist noch lange im Ehrenamt tätig gewesen und weit über die Grenzen ihrer Heimatstadt Ettenheim bekannt: Luzia Angster, geborene Spengler, die heute, Gründonnerstag, im Kreise ihrer Angehörigen in der Luisenstraße 14 ihren 80. Geburtstag feiert.

Die Jubilarin ist Mitbegründerin des Altenwerks Ettenheim und der Nachbarschaftshilfe, half Bewohnern des Betreuten Wohnens mit Einkäufen und Besorgungen, gehört seit 44 Jahren dem CDU-Stadtverband an und hat in Ettenheim vielfältig ihre Spuren hinterlassen. In ihrer Jugend war sie im Bahnhof des "Ettenheimer Bähnle" tätig.

Luzia Angster erblickte am 18. April 1939 als Tochter des Kachelofenbauers Albert Spengler und Hedwig, geborene Riner, in Ettenheim das Licht der Welt und wuchs mit einem Bruder auf. Nach der Volksschulzeit besuchte sie ein Jahr lang die Handelsschule in Freiburg und erhielt anschließend eine Stelle bei der Bahn. Ihr Arbeitsplatz war fortan der Ettenheimer Bahnhof. 1964 heiratete die Jubilarin den Bauunternehmer-Sohn Herbert Angster und bekam Zwillingstöchter. Von da an war Luzia Angster im Büro des Bauunternehmens tätig.

Bereits in jungen Jahren sang die Jubilarin im katholischen Kirchenchor mit. Später engagierte sie sich dann auf dem sozialen Gebiet und in der Kommunalpolitik. Ihr Ehrenamt als Stadträtin übte sie bis zum Jahr 1994, also 19 Jahre, aus und erlebte in dieser Zeit drei Ettenheimer Bürgermeister.

Kommunalpolitik ist Familiensache

Das kommunalpolitische Gen scheint in der Familie zu liegen: Bereits ihr Vater Albert Spengler war Stadtrat und auch Bürgermeisterstellvertreter, und ihre Tochter Ulrike Schmidt ist ebenfalls seit 1999 Stadträtin und seit 2008 Bürgermeisterstellvertreterin.

Im Oktober 2000 starb ihr Mann im Alter von 61 Jahren. Ihre beiden Enkelkinder hat Luzia Angster mitbetreut und geholfen, sie großzuziehen. Noch heute kommen sie gerne zu ihrer Oma, die in der Familie für den Haushalt, Herd und gedeckten Tisch zuständig ist.

Die Jubilarin war Mitglied im DRK-Ortsverband Ettenheim und hat viele Jahre beim TC Ettenheim Tennis gespielt. Mit einer Gruppe älterer Turnerfrauen pflegt sie noch heute die Geselligkeit und unternimmt gerne Ausflüge. Außerdem geht Luzia Angster seit 30 Jahren jeden zweiten Mittwoch im Monat im Gasthaus Linde in Wallburg zum Kegeln. Mit ihrem Hündchen Nora macht sie regelmäßig kleine Spaziergänge.

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