Ettenheim Schüler haben neuen Lieblingsort

Im Einklang: Beate Ritter (von links), Elternbeiratsvorsitzende Marianne Schott, Andreas Kopfmann, Adrian Schaub, Stefan Kiefer und Thomas Breyer-Mayländer bei der Einweihung des "Groove Labs" Foto: Decoux-Kone Foto: Lahrer Zeitung

"Groove Lab" heißt das aktuelle Zauberwort am August-Ruf-Bildungszentrum. Was es damit auf sich hat? Zusammengefasst könnte man den neuen Raum als eine Art Musiklabor bezeichnen.

 

Ettenheim. Bei einem Pressegespräch haben Schulleiterin Beate Ritter und die Musiklehrer Stefan Kiefer und Adrian Schaub das über die Sommerferien eingerichtete "Groove Lab" der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Schüler indes haben die neue Errungenschaft ihrer Schule längst als coole Möglichkeit entdeckt, das Mittagsband (die unterrichtsfreie Zeit zwischen Vor- und Nachmittag) interessant zu gestalten. 25 haben sich bereits zur kostenpflichtigen regelmäßigen Nutzung angemeldet. Mit 20 Euro im Monat ist man dabei.

Eigenständigkeit steht an oberster Stelle

Betritt man das ehemalige Klassenzimmer im Obergeschoss des Altbaus, fühlt man sich anfangs in einen Proberaum einer Band versetzt. Da sieht man Keyboards, Gitarren in größerer Zahl und allen Variationen, das stehen Mikros, Drums, Cajons, Schallabsorberwände. Und allerorten Mischpulte, Kopfhörer sowie I-Pads. All das ist für die Lust am Erproben, zum Üben, zum Ausprobieren, zum Lernen wichtig.

Mit dabei bei der öffentlichen Präsentation des neu eingerichteten Raums: Marianne Schott vom Elternbeirat und Thomas Breyer-Mayländer als Vorsitzender des Fördervereins, die ihren Beitrag zur Investition von rund 20 000 Euro geleistet, das Projekt letztendlich erst möglich gemacht haben. Mit dabei auch Andreas Kopfmann, Lehrer an der Städtischen Musikschule Lahr. Dort gibt es ein "Groove Lab" seit etwa anderthalb Jahren. Nun ist man in Ettenheim eine Kooperation mit dem BIZ eingegangen.

Aus Kopfmanns Erläuterungen hört man bei jedem Wort die Begeisterung über das "Groove Lab"-Konzept heraus, lasse es den Nutzern doch jede erdenkliche Eigenständigkeit – vom anfänglichen, individuellen Üben bis irgendwann einmal zum Spiel in der Gruppe. Die Kopfhörer, die Apps auf dem I-Pad, alles kann der Übende so einstellen, wie es ihm gerade am meisten hilft. Es gibt Stillübungsplätze, Lernen im sozialen Kontext tritt dann beim Musizieren mit anderen ein.

Ein großer Vorteil des Groove Labs": die Zeit. Während im klassischen Instrumental-Unterricht in der Regel eine halbe Stunde mit dem Lehrer ausreichen muss, sind dem Besucher des "Groove Labs" derlei zeitliche Grenzen nicht auferlegt. Und selbstverständlich ist immer ein Musiklehrer dabei – ob von der Musikschule Lahr oder vom BIZ. Er gibt Lernimpulse, ist Lernbegleiter. Zudem gibt’s dann zweimal pro Woche noch die "Groove-Lab"-AG.

Am Ende des Pressegesprächs, wird klar, wie gut das "Groove Lab" bei den Schülern tatsächlich ankommt. Sie scharren draußen vor der Tür schon ungeduldig mit den Hufen. Es ist nämlich Mittagsband – da gehört der Raum ganz ihnen.

Schulleiterin Beate Ritter freut sich sowohl über die Kooperation mit der Lahrer Musikschule, das Engagement der Eltern und Unterstützer der Schule bei der Einrichtung des Raums, das Mittragen des Konzepts durch ihre Musikkollegen Kiefer und Schaub als auch – und nicht zuletzt – über die Bereicherung des schulischen Angebots.

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