Ettenheim Nicht ganz authentisch

Zurück ins Mittelalter: Zu einer Zeitreise hatten die Gemeinde Kippenheim sowie die Schlossbrauerei gemeinsam mit Gerhard Fischer von den Freien Rittern und aufs Schmieheimer Schloss eingeladen. Mit dabei waren wieder viele Vereine.

 

Natürlich ging auf den Schlossfestspiele nicht alles ganz authentisch zu. Der Schlossgarten wurde zu späterer Stunde auch mit elektrischem Licht erhellt, und ob das Kostüm der Fahimahexen wirklich ganz echt aus dem Mittelalter entlehnt war, dürfte man anzweifeln. Schön anzuschauen waren die bunten Gewänder der Bauchtänzerinnen aber auf jeden Fall.

Kippenheim. Die Veranstaltung am vergangenen Wochenende war die 16. Zeitreise rund um das Schloss und im Schlossgarten Schmieheim. Das Fest war gut besucht, die Veranstalter und Schossbrauereichef Jörg Lusch waren "zufrieden", wie sie gegenüber unserer Zeitung erklärten.

Viele Besucher wollten erleben, wie die Menschen früher im Mittelalter gelebt haben, vor allem am Samstagabend strömten die Besucher in den Schlossgarten. Rund 30 Zelte boten dort Marktwaren, Unterhaltung geboten sowie Speis und Trank.

Den Schlossgarten bevölkerten Gaukler, Musikanten, Knechte, Ritter, Mägde, Burgfrauen, Hexen und Tänzerinnen. Schmied, Zinngießer und ein Falkner nahe beim Schloss zeigten ihr Handwerk beziehungsweise Umgang mit Falken und Bussarden.

Für Kinder war viel geboten

Hinter dem Schulgebäude hatten ein Märchenerzähler sein Lager aufgeschlagen und zog die Kinder mit seinen Geschichten in den Bann. Überhaupt war viel für die kleinen Besucher geboten, sie konnten beispielsweise unter fachlicher Aufsicht das Feuer schüren oder sich beim Armbrustschießen versuchen.

Wie die Menschen früher gelebt hatten, davon konnte man sich beim Gang durch die Lager ein Bild machen. Ritter aller Couleur und eine maximialianische Artillerie hatten ihre Zelte aufgeschlagen. Bunt und vielfältig war das Marktreiben, bei dem Honigwein, Seife, Holzschwerter, mittelalterliche Gewänder aus Samt und Leinen duftende Kräutermischungen und vieles mehr feilgeboten wurden. Bier wurde nicht im Glas, sondern in Tonkrügen ausgeschenkt.

Auf der Bühne war angefangen von der Markteröffnung mit dem Einzug der beteiligten Gruppen am Samstagnachmittag bis zu späterer Stunde allerhand geboten. Gruppen wie "Ridewanz", "Heidenspaß" und "Deus Aie" unterhielten die Besucher musikalisch.

Den Abschluss am Samstagabend bot die Feuershow "Odin’s Fire" und eine Feuerakrobatik der "Chandar of Witchfire". Besucher, die bei den vorherigen Auftritte der Spielleute mitgetanzt hatten und auf der Treppe vor der Bühne saßen, mussten sie für das Feuer-Spektakel dann aus Sicherheitsgründen räumen.

Nicht nur beim akrobatischen Spiel mit Feuerkugeln hatte sich gezeigt, dass das Schloss, dessen 400-jähriges Bestehen 2010 gefeiert wurde, die ideale Kulisse für ein mittelalterliches Treiben ist. Vor allem am Abend gaben das heimelig beleuchtete Schloss und Schlossgarten ein prächtiges Bild ab. Und damit konnten die Veranstalter bei ihren Besuchern auch dieses Jahr wieder einmal punkten.

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