Ettenheim Mit mehr als 150 "Sachen" ins Dorf gedonnert

Die Ortstafel ist längst nicht für alle Autofahrer ein Signal, den Fuß vom Gas zu nehmen.Foto: Ehrlich Foto: Lahrer Zeitung

Münchweier (mm). Es kommt vor, dass Autofahrer mit unfassbaren 150 Stundenkilometern und mehr in die östliche Ortseinfahrt Münchweiers donnern, wie eine vierzehntägige Dauermessung in der ersten Februar-Hälfte bei abgeschalteter Geschwindigkeitsanzeige ergeben hat (weshalb diese Verkehrssünde ungesühnt bleibt). Immerhin zeigte sich auch, dass solche Raser die Ausnahme sind. Gut 90 Prozent der gemessenen Fahrer hielten sich an das Tempolimit im 50er-Bereich.

Deshalb sei das Gesamtergebnis "eher unproblematisch", hatte das Ettenheimer Ordnungsamt die Zahlen kommentiert. Allerdings, berichtete Ortsvorsteherin Charlotte Götz bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung weiter, seien 26 Fahrzeuge mit Geschwindigkeiten zwischen 120 und 150 Stundenkilometern gemessen worden, 22 sogar noch darüber. Das hätte jeweils drei Monate Fahrverbot für die Verkehrsrowdys nach sich gezogen.

Beim nächsten Mal soll auch gezählt werden

Ebenso unschön: An beiden Wochenenden im genannten Messzeitraum fuhren vermehrt Fahrzeuge am Ortseingang schneller als erlaubt. Ob wegen diverser Straßensperrungen im Schuttertäler Raum der Ausweichverkehr für zusätzlichen Betrieb in Münchweier gesorgt hat, wie es manche Bürger meinten bemerkt zu haben, lässt sich mangels Vergleichszahlen allerdings nicht feststellen. Die Ortsvorsteherin schlug vor, eine weitere 14-tägige Tempo-Messung samt Verkehrszählung anzuregen – dieses Mal dann offen.

Weiteres Verkehrsthema bei der Sitzung: Die Radwege-Lücke zwischen der St.-Anna-Kapelle und dem südlichen Dorfeingang wird nach Ostern geschlossen. Allerdings hat ein Anlieger bislang einer kleinen Grundstücksabtretung nicht zugestimmt. Sollte er sich weiter sperren, muss auf eine Straßenquerung am Dorfeingang vorläufig verzichtet werden.

Dass gegenüber dem Feuerwehrgerätehaus derart behindernd geparkt wird, dass Löschfahrzeuge kaum oder nur schwer ausfahren können, wird Thema auf der nächsten Verkehrsschau sein, auch entsprechende Lösungsvorschlage von Ratsmitglied Stephan Tränkle. Götz: "Da sind wir leider nicht Herr des Verfahrens, können selbst nicht veranlassen." Vielleicht käme eine zusätzliche Bodenmarkierung in Betracht. Bis dahin bliebe nur, die Falschparker zu fotografieren und zur Anzeige zu bringen.

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