Ettenheim Millionen für die Kläranlage

Ettenheim (mut). Wegen der Umstellung auf das neue Kommunale Haushaltsrecht und der Corona-Pandemie hat der Abwasserzweckverband Südliche Ortenau seinen Wirtschaftsplan erst Mitte des Jahres verabschiedet.

Der Verbandsvorsitzende, Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz, erläuterte die wesentlichen Parameter des Zahlenwerks. Rund drei Millionen Euro sind im Erfolgsplan für Erträge und Aufwendungen ausgewiesen. Der Vermögensplan beinhaltet Einnahmen und Ausgaben von rund 1,4 Millionen Euro. Ein Gesamtvolumen von rund 4,4 Millionen Euro. Die zur Finanzierung der geplanten Aufwendungen benötigte Betriebs- und Verwaltungskostenumlage wird auf rund 2,64 Millionen Euro festgesetzt (Berechnungsgrundlage Verteilungsschlüssel Mai 2019). Der Anteil der Verbandsgemeinden orientiert sich am Trockenwetterabfluss des Abwassers, das in der Anlage in Kappel gemessen wird.

Geplante Kredite in Höhe von 650 000 Euro

Die Abwässer der Verbandsgemeinden Ettenheim, Kappel-Grafenhausen, Schmieheim, Mahlberg, Ringsheim und Rust werden in der Kläranlage im Kappeler Ellenbogenwald geklärt. Zur Verbesserung der Anlagentechnik wurden und werden nach wie vor hohe Millionensummen investiert, weil die Abwassermengen in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind.

Mit der Erweiterung der Kläranlage ist mit höheren Stromkosten von 40 000 Euro zu rechnen. Für Unterhaltungsmaßnahmen an Regenüberlaufbecken, vor allem die Becken "Schmiedeweg" und "Feldstraße", sind 200 000 Euro (60 000 Euro mehr als 2019) eingeplant. 40 000 Euro mehr sind für höhere Klärschlammkosten eingestellt.

Rund eine Million sind für die Modernisierung und Sanierung der Kläranlage eingestellt. So soll das Rechengebäude mit Anlage, sowie die Schlammentwässerungshalle nebst Schlammentwässerung erneuert werden. Eine Kreditaufnahme in Höhe von 650 000 Euro soll zur Finanzierung beitragen. So soll am Ende des Jahres eine Nettoneuverschuldung von 340 000 Euro stehen und ein Gesamtschuldenstand in Höhe von 6,7 Millionen Euro. Dem steht ein Vermögen von rund 8,7 Millionen Euro gegenüber. Dies ergebe eine ordentliche Eigenkapitalquote von 23 Prozent, sagte Metz.

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