Ettenheim Mehr als 40 Teams gehen an den Start

Haben jetzt alle nötigen Infos im Gepäck: die Teilnehmer der neunten Ettenheimer Solar Challenge. Foto: Bürgerenergie Foto: Lahrer Zeitung

Ettenheim. Auch bei der nunmehr neunten Ettenheimer Solar Challenge sind Interesse und Motivation groß: Mehr als 40 Teams aus sechs verschiedenen Schulen haben sich angemeldet. Höchst konzentriert folgten die Teilnehmer bei der traditionellen Kick-off-Veranstaltung in der alten Turnhalle beim Städtischen Gymnasium den Ausführungen von Jörg Bold, Bob Hopman und Klaus Fleig von der Ettenheimer Bürgerenergie als Veranstalter des Wettbewerbs.

Wie in den Vorjahren nehmen das Städtische Gymnasium Ettenheim, das Mädchen-Gymnasium St. Ursula in Freiburg, das Ettenheimer August-Ruf-Bildungszentrum, die Realschule Seelbach und der Helios-Solarverein der Heimschule an der Solar Challenge teil. Erstmals mit dabei: die Montessori-Schule Löwenzahn aus Ettenheimweiler. Der Leiter des Gymnasiums, Frank Woitzik, machte in seiner Begrüßung keinen Hehl aus seiner Begeisterung für den Schülerwettbewerb: "Ihr lernt in den kommenden Monaten wie Ingenieure zu arbeiten – und dies in einem Bereich, der gerade eure Generation beschäftigen muss: dem Klimaschutz."

Film veranschaulicht den kompletten Ablauf

Die Sonnenkraft ist bei den Flitzern, die die mehr als 100 Schüler im Technikunterricht entwickeln und bauen werden, die einzige Antriebskraft. Sie sie sowohl "unter ökologischen als auch ökonomischen Aspekten eine sehr preiswerte" Energieform, erklärte Jörg Bold den Zuhörern. Er stellte den Jugendlichen die Ettenheimer Bürgerenergiegenossenschaft und deren vielfältige Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien vor: Windräder, Fotovoltaikanlagen, Car Sharing – und eben die Solar Challenge. Bei den rund 200 Genossenschaftsmitgliedern sei eine regelrechte Begeisterung auszumachen, Alternativen zur bisherigen Energienutzung als tauglich unter Beweis zu stellen, so Bold.

Mit großem Interesse verfolgten die künftigen Kon­strukteure einen Kurzfilm über die Solar Challenge, den ein ehemaliger Teilnehmer im Jahr 2017 über den gesamten Prozess gedreht hatte: von der Kick-off-Veranstaltung über die Planung in den Teams, den Bau eines Prototyps, den fertigen Solarflitzer, dessen erste Probefahrten bis zum Finaltag auf der Bahn beim Ettenheimer Schwimmbad.

Bob Hopman holte die Zuhörer bei ihren Kenntnissen über vorhandene Solarautos ab, erläuterte die Bauteile, die die Konstrukteure vom Veranstalter für ihre Fahrzeuge erhalten – Solarmodule, Motor, Kondensatoren, Umkehrschalter und Rücklaufsperren. Am Renntag selbst müssen sich die Teams dann einer Überprüfung unterziehen, ob sie das Reglement des Veranstalters eingehalten haben, zudem eine Dokumentation über den Entstehungsprozess vorlegen.

Claus Fleig, Dozent für Maschinenbau an der Hochschule Offenburg, machte als dritter Referent den angehenden Konstrukteuren die Bedeutung von Motor- und Beschleunigungskraft, von Getriebewahl, Reibung und Luftwiderstand deutlich. Für das Gelingen eines derartigen Gemeinschaftswerks – in den Teams arbeiten zwischen zwei und vier Schüler – sei indes nicht nur die richtige Entscheidung in technischen Dingen maßgebend. Teamarbeit sei gefordert: mit klaren Zuständigkeiten, klaren Absprachen, realistischem Timing, und Teamgeist. Wer meine: "Das wird schon noch reichen" oder "Lass mal den andern machen" – dem vermachte Fleig nicht allzu viel Aussichten auf den Gewinn eines der mehreren ausgelobten Preise in Sachen Schnelligkeit, Dokumentation, Design, Innovation oder Schulpreis.

Die neunte Solar Challenge findet am 12. Juli statt. Wie in den Jahren zuvor werden die einzelnen Teams jeweils von einem Sponsor gefördert.

  • Bewertung
    0