Ettenheim Mehr als 100 000 Tests gemacht

Das Städtische Gymnasium Ettenheim dankte dem Elternbeirat und den Lehrkräften für ihr Engagement beim Testen mit Blumen.Foto: Decoux-Kone Foto: Lahrer Zeitung

Das Engagement von Eltern und Lehrern ermöglichte es, dass die Schüler des Städtischen Gymnasiums zweimal wöchentlich auf Corona getestet werden. 102 000 Tests sind so zusammengekommen – eine Leistung für die ihnen nun gedankt wurde.

Ettenheim. "Einen Riesendank für bemerkenswertes ehrenamtliches Engagement mit hoher Kompetenz und enormer Leistungsbereitschaft", sprach Bürgermeister Bruno Metz am Donnerstagmorgen an ein großes Team von Eltern und Lehrkräften aus. Seit Monaten testen sie zweimal pro Woche sämtliche Schüler auf Corona. Bei 540 Schülern bedeutet das 1100 Tests pro Woche. Auf 102 000 Tests summiert sich das inzwischen seit dem Beginn der Testkampagne Mitte Februar.

Möglich wurde das durch das medizinisch fundierte Engagement der beiden Elternbeiratsvorsitzenden Anja Strub und Fides Heinze. Tatkräftig unterstützt werden sie dabei durch Hannes Machleid und einer Vielzahl von Kollegen der Schule, die sich in die Aktion ohne Rücksicht auf eigenen Stundenplan und Freistunden einbringen. Auch Schulleiter Frank Woitzik dankte dem ganzen Team für dieses so wichtige Engagement als wesentliche Säule für einen so weit als möglich geregelten Unterrichtsbetrieb. Schon mit ihrem Engagement für die Anschaffung von Raumlüftern durch Elternspenden für jeden Raum habe der Elternbeirat Großartiges geleistet, was der Schule auch in diesem Punkt einen Vorsprung gegenüber der allgemeinen Schulsituation in Baden-Württemberg verschafft habe, lobte der Schulleiter.

Ausdrücklich bedankte sich Woitzik auch bei der Stadt, die immer rechtzeitig für die Belieferung mit wirksamen Tests gesorgt habe und anfangs auch mit rund 50 000 Euro in finanzielle Vorleistung getreten sei, als noch nicht klar gewesen sei, in wie weit das Land die Tests finanziere. Dass man in der Schülerschaft ganz wenige Erkrankte registriere, hänge sicherlich sowohl mit den Raumlüftern als auch der regelmäßigen Testung zusammen.

Im schulischen "Testzentrum" in der alten Halle beim Gymnasium zeigte sich Bürgermeister Metz beeindruckt ob des inzwischen reibungslosen Ablaufs: Innerhalb von 10 bis 15 Minuten kann eine Klasse durchgetestet werden. Hannes Machleid bestätigte im Gespräch mit der Presse die gleichsam schon routinierten Abläufe, bei denen sich einige Schüler vielfach inzwischen selbst testen, andere hingegen lieber die Hilfe der insgesamt 24 Tester in Anspruch nehmen. Einige der Schüler ließen sich punktuell oder regelmäßig das negative Testergebnis auf schulischen Vordrucken auch bestätigen.

"Wahrscheinlich werden wir ja auch nach den Sommerferien noch testen müssen", so die Perspektive von Schulleiter Woitzik. Deswegen werde man die Einrichtung des Testzentrums auch über die Ferien stehen lassen.

Anja Strub, Fides Heinze und Hannes Machleid bekamen vom Stellvertretenden Schulleiter Thomas Schindler einen mächtigen Rosenstock und von Woitzik einen Essensgutschein als Dank überreicht. Dem ganzen Testteam wurde zudem mit einem Blumengruß gedankt.

Bei den inzwischen deutlich mehr als 100 000 Tests habe man sechs positive Ergebnisse verzeichnet, von denen sich beim anschließenden PCR-Test dann die meisten als unbegründet erwiesen haben, so die Schulleitung auf Presse-Rückfrage. Dass sich bei etwa zwei Prozent der gesamten Schülerschaft die Eltern gegen einen Test wehren und die Schüler damit im Homeoffice das unterrichtliche Geschehen ihrer Klassenkameraden bewältigen müssen, bedauere er zwar, erklärte Woitzik im Gespräch mit der Presse, das sei nun aber rechtlich halt so geregelt.

  • Bewertung
    1