Ettenheim Großprojekt mitten im Wald

Die "Narbe" im Ettenheimmünsterer Wald, die wegen der Arbeiten an der Vogelbachquelle geschlagen werden musste, soll sich bald wieder schließen. Foto: Stadt Ettenheim Foto: Lahrer Zeitung

Riesige Erdbewegungen von 1800 Kubikmetern, ein gesperrter Waldweg und Baustellenverkehr im Forst sind die äußeren Zeichen: Derzeit wird mit viel Aufwand die Vogelbrunnenquelle in Ettenheimmünster saniert.

Ettenheim (red/fx). Vier Quellen bilden das Rückgrat der Wasserversorgung für Ettenheimmünster, Münchweier und Wallburg. In den vergangenen Jahren sei es insbesondere bei starken Niederschlägen immer wieder zu Trübungen bei dieser Quelle gekommen, weshalb sie dann jeweils kurzzeitig aus der Versorgung genommen werden müssen, heißt es in einer Pressemitteilung der Ettenheimer Stadtverwaltung. Daher hat der Wasserversorgungsbetrieb 2015 das Ingenieurbüro Wald und Corbe mit einer grundlegenden Untersuchung beauftragt. Im Jahr 2017 wurden darauf aufbauend die Planungsarbeiten zur Sanierung der Quelle erarbeitet. Im Herbst vergangenen Jahres begannen dann die Bauarbeiten, mit denen die Firma Grafmüller aus Zell am Harmersbach beauftragt wurde.

In diesen Tagen werden die Betonarbeiten im Rahmen der Quellsanierung abgeschlossen. Dann soll die unterirdische Quellfassung verfüllt werden und die große Narbe im Wald bei Ettenheimmünster verschwinden. Nach Abschluss der Rohbau- und Erdarbeiten wird mit dem Innenausbau der hydraulischen Ausrüstung und der Elektro-, Mess-, Regel- und Steuerungstechnik durch die beauftragte Firma Eliqou Stulz begonnen. Geplanter Fertigstellungstermin für die Maßnahme ist im September.

"Die Baustelle ist eine der spektakulären", sagt Tiefbauchef Udo Schneider. Rund 311 000 Euro kostet die Maßnahme. Bürgermeister Bruno Metz bezeichnet sie als "wichtigen Beitrag zur Sicherung einer sehr guten Wasserqualität in ausreichender Menge für die drei Ortsteile". Ettenheim könne für alle Teilorte exzellentes Trinkwasser zu attraktiven Preisen anbieten, so der Rathauschef.

1998 wurde die Siebenbrunnenquelle auf der südlichen Talseite neu gefasst. Laut Stadtverwaltung speist sie seither problemfrei sehr gutes Wasser ins Netz.

2002 wurde ein Konzept zur Optimierung der Wasserversorgung im Quellwasserversorgungsabschnitt erstellt und dem Gemeinderat vorgestellt. Dieses Konzept bildete die Grundlage für die Sanierungsmaßnahme.

In den kommenden Jahren will die Stadt auch die Reh- und Krebsbrunnenquelle im Dörlinbacher Grund angehen. In Kombination mit neuen Hochbehältern, etwa am Hundsrück in Münch­weier, könne damit viel für eine zukunftssichere Wasserversorgung erreicht werden.

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