Ettenheim Funkmast spaltet Ettenheimweiler

Wie zu erwarten, nahm das Thema Mobilfunkmast viel Raum des Infoabends am Dienstag in Ettenheimweiler ein. Dazu waren mehr als 100 Bürger ins Vereinshaus gekommen.

Ettenheimweiler. Bekanntermaßen plant die Telekom einen Funkmast auf dem "Stromhäusle", einer ehemaligen Trafostation mitten im Dorf. Von der Anlage befürchtet eine Bürgergruppe gesundheitsgefährdende Strahlung und will diese deshalb außerhalb der Wohnbebauung errichtet sehen (wir berichteten). Andere stellen eine zusätzliche Strahlenbelastung in Abrede, wie am Dienstag deutlich wurde. Bürgermeister Bruno Metz erklärte: "Ich kann nicht sagen, dass das völlig unbedenklich ist, aber man findet für alles Gutachter." Er selbst habe nichts gegen einen Standort im unbewohnten Außenbereich, doch sei nicht zu erwarten, dass sich die Telekom darauf einlasse – wegen zusätzlicher Kosten für eine Kabelverlegung über rund 500 Meter. Dann sei das für den Betreiber nicht mehr rentabel.

Deshalb blieb Metz zur angekündigten Befragung von rund 450 wahlberechtigten Bürgern ab 16 Jahren unbeirrt bei der ultimativen Ja-oder-Nein-Entscheidung, also ob Ettenheimweiler für einen besseren Mobilfunk samt entsprechendem Internetzugang einen Funkmast will oder nicht – ohne den Standort in die Fragestellung einzubeziehen. Das ist für viele Bürger eine Drohkulisse, denn sollte sich Ettenheimweiler mehrheitlich gegen einen Funkmast aussprechen, bliebe es beim ungeliebten Funkloch.

Über eine Stunde zog sich der Argumenten-Austausch mit vielen Wortbeiträgen hin. Eine vorgeschlagene finanzielle Beteiligung der Stadt an den Mehrkosten für einen Funkmast am Ortsrand lehnte Metz kategorisch ab. Man könne höchstens darüber nachdenken, künftige städtische Pacht-Einnahmen dafür zu verwenden. Für den Fall eines Neins warnte nicht nur Metz davor, dass dann möglicherweise Bürger ihre Privatgrundstücke für eine Funkanlage mitten im Dorf zur Verfügung stellen könnten, was rechtlich nicht zu verhindern sei, wie viele Beispiele aus umliegenden Gemeinden zeigten. "Kompromiss statt Dorfkrieg" wurde von einer Bürgerin gefordert, doch Metz sah wenig Spielraum für Verhandlungen. Immerhin sicherte er zu, die Telekom zu bitten, über ihre bisherige "Stromhäusle"-Priorität hinaus auch Alternativ-Standorte wie etwa den Hochbehälter oder die Alpawaki-Farm zu prüfen. Allerdings, so Metz: "Ich kann nicht versprechen, was dabei rauskommt." Wenn die Telekom dazu aber Nein sage, sei seine Position keine starke.

Beim Bürgerabend wurden viele weitere Themen angesprochen. Etwa noch nicht realisierte Radwegstrecken im Wald und Verkehrsprobleme im Ort. Auch unschön anzusehende öffentliche Grünanlagen, zu viel Salz im Winter und Fragen zum ÖPNV kamen zur Sprache. Rathauschef Metz hatte dazu Antworten parat, erläuterte überdies manche Sachzwänge. Dass Ettenheimweiler "bei manchen Sachen" übergangen und schlecht informiert werde, wie ein Bürger beklagte, der auf einen fehlenden Ortschaftsrat hinwies, bestritt auch Stabhalter Reinhard Meier. Man sei im Ettenheimer Gemeinderat eingebunden und der habe stets volles Verständnis für die Belange Ettenheimweilers. Metz versicherte: "Da werden keine eigenen Ortsteil-Süppchen gekocht."

Beim Bürgerabend wurden viele weitere Themen angesprochen. Etwa noch nicht realisierte Radwegstrecken im Wald und Verkehrsprobleme im Ort. Auch unschön anzusehende öffentliche Grünanlagen, zu viel Salz im Winter und Fragen zum ÖPNV kamen zur Sprache. Rathauschef Metz hatte dazu Antworten parat, erläuterte überdies manche Sachzwänge. Dass Ettenheimweiler "bei manchen Sachen" übergangen und schlecht informiert werde, wie ein Bürger beklagte, der auf einen fehlenden Ortschaftsrat hinwies, bestritt auch Stabhalter Reinhard Meier. Man sei im Ettenheimer Gemeinderat eingebunden und der habe stets volles Verständnis für die Belange Ettenheimweilers. Metz versicherte: "Da werden keine eigenen Ortsteil-Süppchen gekocht."

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