Beim berühmtesten der alemannischen Narrensprünge in Rottweil hüpfen nur eigene Zünfte durch das Stadttor. In Ettenheim hingegen haben seit Einführung des Spezialbrauchs 2015 auswärtige Hästräger den Vortritt. Heuer war es die Aulendorfer Narrenzunft, die am Tag des Umzugs um genau 11.11 Uhr durch das Obere Tor stürmte. Schon um sechs Uhr morgens waren die Aulendorfer (nahe Ravensburg) mit dem Bus nach Ettenheim aufgebrochen. Es sei, schwärmte der Vizezunftmeister Paul Mock, eine große Ehre, mit fünf Hästräger-Gruppen von Fetzle bis zu Schnörkele und natürlich Eck-Hexen durch das Ettenheimer Tor schreiten und schritthüpfen zu dürfen. Und das gleich noch mit artistischen Leistungen, so waren etwa Sprünge über einen "aufeinandergeschichteten" lebenden Sechser-Hexenhaufen zu sehen.