Ettenheim Entenrennen: 2000 "Renntiere" gehen ins Wasser

Ettenheim - Es war das gewohnte Spektakel für Kinder und Erwachsene: Das legendäre Entenrennen samt anschließender After-Work-Party wurde zum 19. Mal von der Werbegemeinschaft "Unternehmen Ettenheim" veranstaltet.

Mit leichter Verspätung purzelten genau um 17.38 Uhr rund 2000 Plastikentchen von der Brücke "Auf den Espen" per Radlader in den Ettenbach. Dessen Wasserstand hatte zuvor noch abgesenkt werden müssen, damit die Badewannen-Entchen auch unter einem sperrigen Betonsteg hindurch kamen.

Besonders Kinder verfolgten dann die sich vorkämpfende gelbe Flut auf beiden Bachufern mit höchster Spannung, einige hatten ihre "Renntiere" sogar umlackiert, um sie im Pulk der Masse vielleicht entdecken zu können. Um die Gewinnchancen zu erhöhen, hatten manche Familien ihren Schwimmstall sogar zahlenmäßig aufgestockt.

Nur die echten Ettenbach-Enten suchten angesichts der plötzlich herannahenden Plastikkonkurrenz irritiert das Weite. Ganz wie bei einem Formel 1-Rennen, allerdings in gemächlichem Fußgängertempo, wurde auf der Wasserpiste viel gedrängelt und kurz darauf setzte sich nach manchen Ufer-Karambolagen eine Spitzengruppe ab, das Feld zog sich langsam auseinander.

Spitzengruppe kann sich absetzen

Nach zwölf Minuten tauchten dann die ersten Entchen an der letzten Kurven-Schikane unter der Stadtmühle auf, beim Finish zum Zieleinlauf in einem Spezialtrichter endend. So konnten die ersten 90 »Rennboliden« der Reihe nach aus dem Wasser geborgen und auf einem Mauersims aufgereiht werden, um die Preis-Sieger unter vielen aufmerksamen Beobachteraugen akribisch zu ermitteln.

Später verkündete Robert Dees auf kleiner Festbühne sämtliche 90 Rennsieger, beginnend mit Trostpreisen und vielen Gutscheinen. Die hatte natürlich die Werbegemeinschaft dank Spenden besorgt.

Der erste Preis (für Ente Nummer 832) mit Doppeleintritt im Europa-Park samt Hotelübernachtung für vier Personen sowie der dritte, eine Familienjahreskarte für das Ettenheimer Schwimmbad, wurden bei der Preisverleihung aber noch nicht abgeholt. Das ist jedoch kein Problem, denn alle nichtanwesenden Gewinner werden benachrichtigt und können dann ihre Preise im Bürgerbüro im Rathaus abholen.

Die kleine Emilia Berblinger nahm ihren zweiten Preis gleich vor Ort in Empfang, ein hochwertiges Fahrrad.

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