Ettenheim Eine grüne Tradition

Mit Regenschirm auf Entdeckungstour: die Besucher der Münchweierer Pflanzenbörse Foto: Decoux-Kone Foto: Lahrer Zeitung

Münchweier. Es gehört schon zur Münchweierer Tradition, dass der örtliche Verein für Obstbau, Garten und Landschaft am Palmsonntag zur Pflanzenbörse mit Bauernmarkt einlädt.

So auch in diesem Jahr bei relativ kühlen Temperaturen, die einige Unerschrockene nicht davon abgehalten hatte, während dem Pflanzeneinkauf im Freien das Mittagessen einzunehmen. Das Gasthaus Rebstock hatte für deftige Speisen gesorgt und im beheizten Rathaussaal bewirte-ten die Vereinsmitglieder mit Kaffee und Kuchen.

Was sonst eher von den französischen Nachbarn bekannt ist, wurde am Sonntag auch in Münchweier angeboten: Cidre – und zwar aus Ettenheimer Äpfel. Vermarktet wird das süffige Getränke vom Förderverein Ortenauer Streuobst Anbau, kurz Fosa.

Ob lila Iris, Schwertlilie oder Gräser; am Sonntag konnten nicht nur Pflanzen eingekauft, sondern auch getauscht werden, obwohl nur noch etwa ein Drittel der Besucher gezielt zum Tauschen käme, so Vorsitzender Kurt Kimmig. Die meisten Besucher waren an den schön arrangierten Deko Gestecke zu Ostern interessiert. Da war der Bedarf offensichtlich groß.

Rund 60 Prozent der Pflanzen, die im häuslichen Garten wachsen und gedeihen, müsse man um diese Jahreszeit teilen, damit sie stärker und resistenter werden, erklärte Kimmig. Anstatt sie auf dem Kompost zu entsorgen, könne man die Pflanzen zur Tauschbörse bringen, meinte der Vorsitzende. So hat die Pflanzenbörse vor neun Jahren in Münchweier ihren Anfang genommen.

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