Ettenheim Der US-Präsident als Rumpelstilzchen

Münchweier - Mit einem heiteren Stammtischabend ist die Muettersproch-Gruppe "Rund um dr’ Kahleberg" ins Jahr gestartet. Die Vorsitzende Christel Mösch hatte mit dem Staufener Liedermacher und Karikaturisten Bert Kohl die richtige Wahl getroffen.

Kohl hat sich in den vergangenen Jahren in Kreisen der alemannischen Mundart einen guten Namen gemacht. Anhand vieler lustiger Zeichnungen und Karikaturen zeigte er sein künstlerisches Talent auf. Seine Präsentationen begleitete er selbst mit Gesang und Gitarre. Dazu hatte er eine Leinwand aufgebaut, auf die er seine Werke projizierte. Seine Lieblinge sind offenbar die Kuh Lisbeth und das Wildschwein Willibald, die er auf ihren Abenteuern beobachtet. Dazu hatte er die Texte verschiedener Schlager für seinen Bedarf umgedichtet und mit lustigen Sprüchen unterlegt. Zu allen seinen Zeichnungen wusste er nette Geschichtchen zu erzählen oder die Pointen zu den Gesprächen zwischen Kuh und dem Wildschwein wurden als Sprechblase auf die Leinwand projiziert.

Aber auch Kindheitserinnerungen finden Niederschlag in Kohls Zeichnungen. So hatte er einen ehemaligen Nachbarn porträtiert, der tagsüber in einer Gaststätte weilte und erst abends seiner Arbeit nachging. Auch eine Ehekrise hat Kohl genauer unter die Lupe genommen – bei der die Frau das Haus verließ und den Mann alleine daheim zurückließ.

An Kohls Sturm- und Drangzeit während der Jugend erinnerte er sich in Liedern und Bildern, die die Motorisierung eines Heranwachsenden thematisierten, und die recht schnell im Krankenhaus sein Ende fand. Besonderes Interesse fand eine Serie lustiger Darstellungen des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump, der als Höhepunkt als Elefant im Porzellanladen dargestellt wurde. Auch die Karikatur Trumps als Rumpelstilzchen fand reichlich Anklang. Zudem hatte Kohl ein Ratespiel vorbereitet, bei dem dem Publikum nacheinander Teile von Gesichtern in Karikaturen von aktuellen und bereits abgetretenen Politikern und Sportlern gezeigt wurden und der Rest erraten werden musste.

Christel Mösch bedankte sich bei Kohl für einen "richtig schönen und lustigen Stammtisch". Die Gäste taten es ihr gleich – mit einem langen und warmen Applaus.

  • Bewertung
    0