Die Ehre, den Narrensprung durch das östliche Stadttor auszuführen, gebührte in diesem Jahr der Narrenzunft Brigachtal. Eine Verlegung des Spektakels nach hinten (12.11 Uhr) bewährte sich: Hunderte Zuschauer ließen sich das Ereignis nicht entgehen. Mit rund 110 Aktiven waren die Narren zuvor aus der Villingen-Schwenninger Gegend in zwei Bussen angereist, denn die Einladung der Hoorigen verpflichtet. Maik Friedrich, einer der drei Brigachtaler Obernarren: "Das ist für uns eine ganz besondere Ehre." So schritten nach den Fahnenträger (1923 gegründet) ohrenbetäubende "Trommelwieber" durch das Tor, gefolgt von Strohmännern und fahnenschwingender weiblicher Garde. Auch Strohhansele begeisterten mit ihrem speziellen Häs, quasi frisch vom Acker eingekleidet. Natürlich hüpfte auch der Narresome mit durchs Ettenheimer Tor. Nächstes Jahr feiert die Brigachtaler Narrenzunft ihr 60-jähriges Bestehen. "Hoorig-Miau" heißt übrigens ihr Schlachtruf. Knapp zehn Prozent der gesamten Einwohnerschaft (5100) sind bei ihr Mitglied.